Eltern-Kind-Initiative muss gemietetes Haus räumen Rasselbande sucht neue Heimat

Auch die tolle Rutsche muss beim Umzug mit (von links): Anna-Lena Schätzlein, Leon, Mona und Tobias Weigel. Foto: weil

Weiskirchen – 27 Kinder im Krabbel- und Vorschulalter suchen ein neues Zuhause. Die Eltern-Kind-Initiative Rodgauer Rasselbande mit etwa zehn Mitarbeiterinnen muss umziehen. Das Einfamilienhaus in Weiskirchen wollen die Vermieter demnächst selbst nutzen. Deswegen braucht die Kita ein anderes Domizil.

Vorsitzender Tobias Weigel ahnt bereits, dass es schwierig werden wird, ein ähnliches Objekt zu finden. Toll ist nämlich der großzügige Garten mit Baumhaus und viel Auslauf. Auf einen Stadtteil will sich Weigel nicht festlegen. Um überhaupt fündig werden zu können, könne man solch eine Vorauswahl nicht treffen, glaubt er. Wichtig ist dem Vorsitzenden des gemeinnützigen Vereins vor allem ein langfristiger Mietvertrag. Außerdem soll der neue Hausherr wissen, dass die Stadt für den Großteil der Kosten aufkommt.

Gegründet wurde die Krabbelstube 1991. Im Jahr 1997 entstand daraus eine Familiengruppe mit Kindern zwischen zwölf Monaten und sechs Jahren. Seit März 2011 befindet sich die Einrichtung am jetzigen Standort. Anna-Lena Schätzlein, die pädagogische Leiterin, geht davon aus, dass es für die Mädchen und Jungen keine so große Rolle spielt, wo die Räume sind, solange sie alles machen können, was ihnen wichtig ist. Vor allem müssen die vertrauten Menschen da sein. „Das ist für die Kinder das Wichtigste“, sagt sie.

Gesucht wird also ein Einfamilienhaus, aber auch eine Gewerbeimmobilie, die eventuell umgebaut werden kann. Derzeit spielen und toben die Kinder auf 150 Quadratmetern drinnen und einem Grundstück von 672 Quadratmetern. „Das hier ist der Jackpot“, findet Anna-Lena Schätzlein. Die zwei Gruppen können sich nämlich komfortabel Erdgeschoss und erstes Stockwerk teilen.

Auch nach einem Umzug wünscht sich die Eltern-Kind-Initiative, dass sie „klein bleiben“ kann. Denn gerade die familiäre Atmosphäre wissen alle zu schätzen. Die Kitamacher glauben nicht daran, über den üblichen Immobilienmarkt zum neuen Haus zu kommen. „Wahrscheinlicher ist es, dass es mit der Mundpropaganda klappt“, sagt Tobias Weigel. Vielleicht findet sich ein älteres Paar, dem das eigene Haus zu groß und unbequem geworden ist, überlegt der Vorsitzende der Eltern-Kind-Initiative.

Mit der „Rasselbande“ machen Vermieter jedenfalls einen guten Griff: Sie machen nicht nur Kinder, Eltern und Erzieherinnen glücklich, wenn die langfristig wieder eine schöne Unterkunft finden. Sie haben auch jede Menge engagierte Eltern im Gepäck, die sich bei Renovierungen, beim Fensterputzen, bei der Gartenarbeit und vielem mehr einbringen. Das Gebäude würde also auch gut gepflegt und in Schuss gehalten.

Kontakt: Tobias Weigel,
z 0176 80137930.

VON SIMONE WEIL