Holzversteigerung mit buntem Programm

In Rodgau kann die Königin richtig gut sägen

Die gekrönten Häupter Rodgaus tragen die Namen Edelholzkönigin Kerstin Wolf und Edelholzkönig Patrick Erhardt. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Rodgau hat ein neues gekröntes Haupt. Kerstin Wolf ist die neue Edelholzkönigin der Germania Dudenhofen. Bei der 24. Auflage der Traditionsveranstaltung bestieg sie den Thron und wird nun zwölf Monate lang den Gesangsverein repräsentieren.

Die neue Würdenträgerin ist im beruflichen Alltag Hotelfachfrau, bezeichnet sich als Enkelin aus einer Germania-Familie, ihr Großvater rief die Holzversteigerung mit ins Leben. Der Papa ist aktiver Sänger und die Großmutter hat sich einen Namen gemacht im Vorstand der Frauengruppe „Lady‘s“.

Kaum hatte Kerstin Wolf von den Ex-Edelholzköniginnen Stephanie Weimer und Doris Klein die Krone aufs Haupt gesetzt bekommen, tönten die Sägen durch den Dudenhöfer Wald. Denn zu einer würdevollen Königin gehört ein tatkräftiger König. So traten beim Sägewettbewerb drei Duos an - immer Männlein und Weiblein im Duett - um den Edelholzkönig zu ermitteln. Die Uhr tickte, bis das 25 cm im Durchmesser wiegende Holz gemeinsam zerteilt war. Andrea Lustig trat mit Wolfgang Walter an, Christina Woetzel mit Toni Spota sowie Kerstin Wolf und Patrick Erhardt. Letztendlich legten Kerstin Wolf und Patrick Erhardt die schnellste Zeit hin.

Somit trägt Patrick Erhardt nun zwölf Monate lang den Titel des Edelholzkönigs. Der „König“ stammt aus Widdern, und ist ein Nachbar der Dengler-Brüder. Die drei Sportholzfäller gehören schon zum Inventar der Holzversteigerung. Ralf und Markus Dengler sowie Karlheinz, der bereits 2009 den dritten Platz belegte bei den Deutschen Meisterschaften der Sportholzfäller.

Dutzende Traktoren

Und dann waren da noch die dutzende Traktoren, die von der Jury bewertet wurden. Günter Birth stellte zum ersten Mal seinen Ferguson FE35 aus, und zog mit diesem wundervoll restaurierten Schmuckstück die Blicke auf seinen Traktor. Seit sechs Jahren ist das „Arbeitstier“ aus dem Jahr 1957 fertig restauriert, gut 1.650 Stunden Arbeit hat der Ober-Röder darin investiert.

Pokale gab es beim Traktorenwettbewerb für Reinhard Geißler. Er fuhr mit dem ältesten landwirtschaftlichen Gerät vor, einem MAN AS 250 von 1942. Dazu kam aus seinem Fundus ein MAN AS 325, der als der originellste Oldtimer gekürt wurde.

Dann hob Manfred Kratz in seiner Position als Ortsdiener die Glocke und läutete zur Holzversteigerung. 42 Raummeter Buchenholz aus dem Spessart waren fein säuberlich aufgestapelt. Die Auktion ging rasend schnell voran, der Veranstalter setze das Mindestgebot auf 62 Euro. Den ersten Zuschlag verkündete Auktionator Günter Heid bei 127 Euro für zwei Raummeter. Es ging Schlag auf Schlag.

Im nächsten Jahr ein Jubiläum

Den Reigen der musikalischen Darbietungen eröffneten traditionell die Jagdhornbläser der Weiß-blauen Jagdgesellschaft. Sie standen letztmals unter der Leitung des Hornmeisters Egon Roth. In seinem 15. Jahr als Leiter der Jagdhornbläser legt er sein Amt nieder; der Dank aller Aktiven und des Präsidenten, Klaus Straßmann, waren ihm für seine langjährige Tätigkeit sicher.

Moderator Jürgen Resch wies bereits zu Beginn auf die Jubiläumsfeierlichkeiten in 2019 hin. Denn dann heißt es zum 25. Mal bei der Dudenhöfer Holzversteigerung: Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten.

Tolle Fotos finden Sie in der Fotogalerie über die Holzversteigerung

 

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