Freiwillige räumen die Hinterlassenschaften von Anderen weg Die Stadt bleibt nicht von alleine sauber

Was doch alles achtlos auf die Straße geworfen wird: Bei der Putzaktion Sauberhaftes Rodgau fanden die Sammelgruppen, hier die Integrationslotsen der Caritas, rund um den Nieder-Röder Bahnhof unzählige Lebensmittelverpackungen, Zigarettenkippen und Überreste des Silvesterfeuerwerks. Alles landete in Säcken auf dem Lkw der Stadtwerke. Foto: Stadtwerke/p

Rodgau (pul) – Bei den Stadtwerken läuft bereits der Frühjahrsputz. So riefen auch in diesem Jahr die Stadtwerke Rodgau die Bevölkerung zu Müllbeutel und Greifzange. Bis zum 20. April wollen Vereine, Kindertagesstätten und Privatpersonen die Stadt Rodgau von achtlos weggeworfenen Abfällen befreien.

Im Nieder-Röder Sozialzentrum fanden sich die ersten 35 angemeldeten Personen ein. Sie gestalteten die Eröffnungsveranstaltung zusammen mit den Stadtwerke-Mitarbeitern. Bevor sich die ehrenamtlichen Putzteufel auf die Suche nach Lebensmittelverpackungen, Papierschnipsel und Kippen machten, bedankte sich Bürgermeister Jürgen Hoffmann bei allen Teilnehmern. „Ich glaube, es ist notwendig, dass wir gemeinsam versuchen, das Denken der Menschen zu verändern“.

Helga Hoffmann stellt sich seit 40 Jahren gegen die Verschmutzung des öffentlichen Raumes. Sie ist regelmäßig unterwegs mit ihren Mitstreiterinnen vom SOS-Helferkreis; mit ihrer Initiative startete sie bereits vor vier Jahrzehnten. Zum Dank gab es Blumen aus den Händen des Bürgermeisters und des Stadtwerke-Betriebsleiters Markus Ebel-Waldmann.

„Ich bin tief beeindruckt, von der Aktion Sauberhaftes Rodgau“, so Markus Ebel-Waldmann. Seit einem Jahr Betriebsleiter der Stadtwerke, packte er bereits beim letzten Herbstputz mit an, „für uns als Stadtwerke eine Selbstverständlichkeit, die Rahmenbedingungen zu schaffen“, für die gemeinsame Müllsammlung: „Wir setzen ein Signal, wir setzen ein Zeichen, es ist unglaublich, was die Leute wegwerfen“.

Karl Eckl von den Freien Reservisten Rodgau kann ein Lied singen von den Verschmutzungen. Er macht seit Jahren bei der Aktion mit, und reinigt dort, wo Verantwortungslose den Müll am Abfalleimer vorbei werfen. Auch Manfred Rupp stellt sich alljährlich in den Dienst der guten Sache. Dazu gesellten sich dieses Jahr die Integrationslotsen der Caritas um Holger Hitzel.

Die Teilnehmer reinigten entlang des Bahnpfädchens und rund um den Nieder-Röder Bahnhof. Aus den Gebüschen entlang der Straßen und Wege „fischten“ die Ehrenamtlichen jede Menge Dreck. Der Bürgermeister fand einen Wasserkocher.

Die Ahmadiyya-Gemeinde putzte derweil im Jügesheimer Industriegebiet.

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