Zentrale Feier findet in diesem Jahr in Dudenhofen statt Stadt und VdK gedenken der Toten

Am Volkstrauertag legten Stadtrat Michael Schüßler und Pfarrer Johann Kotschner an der Gedenkstätte des Friedhofs Dudenhofen ein Gesteck nieder. „Den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft zum Gedenken“. Foto: Pulwey

Rodgau (pul). Der Volkstrauertag ist ein bedeutender Bestandteil der Erinnerungskultur an die Toten und Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Zu diesem Tag des Innehaltens und der Solidarität mit den Hinterbliebenen lud der Magistrat der Stadt die Bürger zur zentralen Gedenkveranstaltung in die Trauerhalle des Friedhofs Dudenhofen ein. Der Sozialverband VdK schloss sich dem Veranstalter an.

Pfarrer Johann Kotschner von der Pfarrei Sankt Marien zitierte aus dem Römerbrief des Apostel Paulus: „Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden“. Zwischen diesen Polen spielt sich unser Leben ab, so der Geistliche. Pfarrer Kotschner sinnierte über das Leben im Diesseits: „Die Tage sind nicht unbegrenzt, wie gehe ich mit meinen Talenten um, die ich als Startkapital auf meinen Lebensweg mitgekommen habe?“ Es sei wichtig, jene Trümpfe auszuspielen, die Menschen mitbekommen haben, beispielsweise andere zum Lachen zu bringen oder Zuzuhören. „Im Tod werden wir dem Menschensohn gegenüber stehen“.

Stadtrat Michael Schüßler erinnerte an das Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren mit 17 Millionen Toten und 20 Millionen Verwundeten. Die über diese Zahlen hinausgehenden seelischen Verletzungen und Verluste der Lebensgrundlagen sowie die ausgefochtenen Existenzkämpfe lassen sich nicht zählen, so der Stadtrat. Und trotz dieser erschreckenden Zahlen griff Europa 21 Jahre später erneut zu den Waffen. Daran waren weltweit 60 Staaten beteiligt, 60 bis 70 Millionen Opfer waren zu beklagen.

Im Mittelpunkt all diesen Handels steht der Mensch, auch der, der andere aufnimmt und liebevoll unterstützt. Toleranz ist die Grundlage, schloss Michael Schüßler seine Ansprache.

Auch Adam Pfeifer vom Dudenhöfer Ortsverband des VdK appellierte, Mensch und Menschlichkeit in den Mittelpunkt des täglichen Handels zu stellen. „Lassen Sie uns ein Zeichen setzen und lernen“. Den Gesang steuerte Cantus Novus (Leitung Pavlina Georgiev) von der evangelischen Kirche Dudenhofen bei.

Auch VdK-Vertreter anderer Ortsverbände gedachten in anderen Stadtteilen mit Kränzen und Gedenkreden aller Menschen, die in bewaffneten Konflikten ums Leben gekommen waren.

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