Themen: Parken und Bürgerhaus Stadtumbau Dudenhofen: Bürger-Ideen in Projektwerkstatt

Großes Interesse: Die Bürger des Rodgauer Stadtteils Dudenhofen bereichern den Stadtumbauprozess mit vielen guten Ideen. Foto: NHPS/Steffen Diemer/p

Rodgau (red) – Mit einem Stadtspaziergang und einer Leitbildwerkstatt hatte die Bürgerbeteiligung zum geplanten Stadtumbau in Rodgau-Dudenhofen begonnen. Vor wenigen Tagen stand mit der Projektwerkstatt der nächste Schritt auf dem Weg zur Erstellung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) auf dem Programm.

 Rund 100 Bürger nahmen das Angebot von Stadtverwaltung und Projekt-Stadt wahr, mit den Planern ins Gespräch zu kommen. Sie äußerten Lob und Kritik, brachten neue Vorschläge zur Verschönerung des Stadtteils ein und bewerteten die Vorhaben nach deren Wichtigkeit. Der Leiter des für den Prozess zuständigen Fachdienstes, Peter Kämmerling, zeigte sich sehr zufrieden mit den Ergebnissen des Abends. „Die Bürger haben die Gelegenheit, sich für die Zukunft ihres Stadtteils einzusetzen, sehr rege genutzt. Ich bin zuversichtlich, dass es uns auch dank dieses Engagements gemeinsam gelingen wird, die entsprechenden Weichen zu stellen und Dudenhofen fit für die Zukunft zu machen.“

Aus den im Juni formulierten Leitbildern zu den Themen öffentlicher Raum, Wohnen, Infrastruktur + Versorgung/Gewerbe und Identität sind rund 30 konkrete Ideen entstanden. Sie wurden den Bürger in zwei Arbeitsgruppen präsentiert. Danach wurde diskutiert und priorisiert. „Ziel war es, am Ende des Abends zu wissen, welche Projekte den Bürgern besonders am Herzen liegen“, sagte Claus Schlindwein von der Projekt-Stadt, der den Abend gemeinsam mit seiner Kollegin Yvonne Woll moderierte. Dieses Ziel wurde erreicht. Vor allem die Parksituation, der Badesee, die Aufwertung des Ludwig-Erhard-Platzes sowie das Bürgerhaus bewegen die Dudenhöfer.

Einführung von Bewohnerparkzonen?

Auch der Ausbau der Fuß- und Radwege an der Rodau, die Umgestaltung der Nieuwpoorter Straße, der Mainzer Straße und die Förderung des innerörtlichen Gewerbes fanden viele Befürworter. Weil Dudenhofen stark von engen, oft zugeparkten Gassen geprägt ist, sehen die Menschen hier Handlungsbedarf. Vor allem die Nieuwpoorter und die Mainzer Straße sollen vom Umbau auf Basis eines Parkraumbewirtschaftungskonzepts profitieren. Mögliche Maßnahmen wären die Einführung von Bewohnerparkzonen, die Umlenkung der Pendlerströme, die Reduzierung des Parksuchverkehrs und das Unterbinden des Parkens auf Bürgersteigen.

Beim Bürgerhaus stellt sich die Frage, ob die in die Jahre gekommene Einrichtung saniert oder durch einen Neubau ersetzt werden soll. Der Vorplatz soll umgestaltet werden und mehr Aufenthaltsqualität bieten. Denkbar wären ein Wasserspielplatz oder eine Außengastronomie, weniger öffentliche Parkplätze sowie zusätzliche Sitzgelegenheiten und mehr Blumen, Bäume oder Sträucher. Großes Interesse besteht auch an der Entwicklung des Badesees. Die Bürger wünschen sich eine Gastronomie, bessere Geh- und Radwege, die Anpflanzung von Bäumen, möglicherweise sogar einen Campingplatz auf einem Teil des Areals.

Pros und Contras diskutieren

Auch ein Hundestrand wurde ins Gespräch gebracht, ebenso die Flächenansprüche für Feste wie die Anregungen des Drachenclubs nach einer „freien“ Fläche für die Durchführung des Drachenfestes. „Dass es zu all diesen Ideen und Anregungen unterschiedliche Standpunkte gibt, versteht sich von selbst“, sagte Rathauschef Jürgen Hoffmann. „Jetzt gilt es, die Pros und Contras zu diskutieren und das Stadtumbaukonzept konsequent und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Bezüglich einiger Rahmenbedingungen herrscht nun größere Klarheit.“ Weitere Infos gibt es im Internet unter www.stadtumbau-rodgau.de.

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