Pragmatische Sicht der Dinge in Rodgau

Strandbadbesucher sind zufrieden mit Containern

Seit dem 16. Juni stehen den Gästen des Rodgauer Strandbads die neuen Container zur Verfügung. Die Veränderungen gegenüber den alten Räumlichkeiten sind für die Besucher aber kaum der Rede wert. Vielmehr sind die Angebote der Rodgauer Vereine interessant. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Seit dem 16. Juni hat das Rodgauer Strandbad wieder geöffnet. Ein Brand hatte im März das Wirtschaftsgebäude vernichtet, so stehen nun provisorische Funktionsgebäude mit Duschen, WCs und Räumen für die Badeaufsicht zum Gebrauch. Für die Badegäste stellt dies keine nennenswerte Veränderung dar. Vielmehr richten sie schon den Blick auf die neuen Bauten der Zukunft.

Nach dem Feuer hat die Stadt in Windeseile vier Container mit Büro, Waschraum und Toiletten für das Personal aufgebaut. Diese liegen sozusagen im ersten Stock des provisorischen Containerbaus. Im „Parterre“ sind die Duschen und Toiletten für die Badegäste untergebracht. Wer sich unter den Besuchern umhört, der findet keine negativen Aussagen zu den vorläufigen Räumlichkeiten. „Ich bin froh, dass das Strandbad überhaupt offen hat“, äußert ein Badegast. In Bezug auf die provisorischen Bauten überwiegt beim Publikum eher die Freude über die neue Einrichtung: „Eine Verbesserung ist es allemal“, wird den bisherigen Duschen und Toiletten keine Träne nachgeweint.

Viel Beachtung findet die Veränderung bei den Badegästen nicht. „Wichtig ist, dass es funktioniert“, sieht es ein junges Pärchen pragmatisch. Für die beiden steht das Erlebnis Strandbad im Vordergrund: Spielende Kinder, Sonnenschein, ein schöner See und die offenen Angebote von Vereinen und Institutionen. Zu den Anbietern von Feierabend-Unterhaltung gehören die Sportfreunde Rodgau. Mit ihren ausgebildeten Trainerinnen bieten sie donnerstags ab 18.30 Uhr Pilates, Zumba und Workout.

Blick in Zukunft

Sofern die Gäste am Nieder-Röder See die neuen Container überhaupt beachten, wird eher in die Zukunft geschaut. Ein Ehepaar aus Dietzenbach zählt zu den Dauergästen in Nieder-Roden. Sie richten den Blick bereits auf die Zeit des Neubaus. Wie die alte Konstruktion soll nach Meinung der Dietzenbacher auch der anstehende Neubau sein, mit Treppen von der Liegewiese hinauf zum Gebäude. Die Hoffnung richtet sich auf eine schöne Fassade an den noch zu bauenden Immobilien. Nichts Ausgefallenes, so eine Bitte der Dietzenbacher an die städtischen Bauherren, eher funktional aber doch mit Guck. Und vor allem weiterhin ohne Parkgebühren.

Glücklicherweise wurden nicht alle Gebäudeteile ein Raub der Flammen. So blieb die Möglichkeit zur Verpflegung vor Ort für die Gäste erhalten: „Ich bin froh, dass das Kiosk noch steht“, heißt es aus den Reihen der Badefreunde. Denn was wäre das Rodgauer Strandbad ohne den Duft von Pommes frites und Würstchen?

Ende März war unter der Treppe des Kassenhäuschens ein Feuer ausgebrochen. Der Gebäudekomplex war nicht mehr zu retten.

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