Open Wolrd ersetzt Open-Stage in Jügesheim Verein kümmert sich um mehr als die Kultur in Rodgau

Hans Pickert (links) und Dieter Stein haben in der OpenStage-Halle in der Stettiner Straße 17 schon so manche Band am Mischpult begleitet. Nun werden mit dem neuen Verein Open World neue Ziele angesteuert. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Der Verein Open-Stage ist Geschichte. An dessen Stelle tritt der im August 2016 gegründete neue Verein Open World. Er wird die 20-jährige Tradition der Veranstaltungen in der Open-Stage-Halle weiterführen.

Die Neuaufstellung war erforderlich, um die Gemeinnützigkeit sowohl für kulturelle als auch für mildtätige Zwecke zu erlangen, so Dieter Stein in der Pressekonferenz. Die Halle in der Stettiner Straße wurde von Dieter Stein in den späten 1980-er Jahren mit dem Ziel erworben, ein Kulturzentrum zu gründen. In Rodgau gab es damals keine Kulturinitiativen, so Stein. Der Begriff der kulturellen Wüste wurde in der Presse geboren.

Dann kam die Halle und mit ihr gewann der damalige Verein Maximal am Größe. Im Lauf der Jahre gingen die Maximal-Sprösslinge ihre eigenen Wege und verbreiteten in der Stadt neue Ideen. Theater und Konzerte nahmen einen immer größer werdenden Raum ein. Seit 2011 hieß der Verein in der OpenStage-Halle genau wie die Behausung: OpenStage. So wurden Halle und Verein eine offene Bühne für junge Leute. „Der alte Verein OpenStage war der Nutzer der Halle“, so Hans Pickert. Über die Satzung schrieb sich OpenStage auf die Fahnen, junge Rodgauer Bands aus deren Übungskellern herauszuholen und ihnen eine Plattform für die Präsentation ihres Könnens zu bieten. Die Genres Heavy Metal und Punkrock wurden auch bedient, schließlich führten sie bis dahin ein Schattendasein. Die Jugend stand auf der Bühne und das jugendliche Publikum davor. Mit dem Finanziellen war es beim Verein spitz auf knapp, schließlich sollten niedrige Eintrittspreise dem überwiegend jugendlichen Publikum geboten werden. So mussten auch lukrativere Bands geladen werden. Bei Namen wie „Venus“ oder „Fight Footers“ kam zahlungskräftigeres Publikum. Die 600 Euro monatliche Kosten für die Halle kamen herein.

Nun geht es zu neuen Ufern. „Das Problem ist nun nicht mehr die kulturelle Wüste“, so Dieter Stein, es gilt nun für Open World sich um sozio-kulturelle Projekte zu kümmern, um Randgruppen wie Kinder und Behinderte. Mit Open World werden neue Ziele angesteuert, es wird weniger Konzerte geben, dafür wird die Zusammenarbeit mit dem Verein Gemeinsam mit Behinderten intensiviert. Bereits in der Vergangenheit gab es in den Räumlichkeiten in der Stettiner Straße gemeinsame Projekte für behinderte und nicht-behinderte Kinder. Open World wird Kindertheater anbieten, das von den Kleinen der Kindertagesstätten besucht werden kann.

Hilfe für Madagaskar

Die Bereiche Musik, Tanz, Theater, Film, Literatur und bildende Kunst stehen ebenfalls in der Satzung des neuen Klubs. Das besondere Augenmerk gilt dabei der sozialen Inklusion und Integration von Randgruppen der Gesellschaft. Der mildtätige Zweck wird durch das Sammeln und Versenden von Hilfsgütern in die Dritte Welt verwirklicht. Der Fokus liegt auf den schlecht ausgestatteten Krankenhäusern in Madagaskar.

Open World ist bereits gegründet, Vorsitzender ist Dieter Stein. Nach der Absegnung durch das Amtsgericht liegt die Satzung nun beim Finanzamt. Die meisten der Aktiven aus dem scheidenden Klub Open-Stage setzen ihre Mitgliedschaft und Arbeit in Open World fort.

Um für mehr Schallschutz zu sorgen wurden inzwischen sechs Fenster zugemauert. Darüber hinaus schließen Türen nun automatisch. So soll die Musik aus dem Konzertraum seltener nach außen dringen.

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