Bodo W. Klös stellt ab 16. Januar im Rektor-Geißler-Haus aus Viele Huckebeins und Grafiken in neuer Galerie

Bodo W. Klös aus Lich eröffnet den Reigen der geplanten Ausstellungen im Rektor-Geißler-Haus, das ab sofort als städtische Galerie fungiert. Im Obergeschoss des denkmalgeschützten Hauses in Dudenhofen wurden auf 45 Quadratmetern drei kleine Ausstellungsräume eingerichtet. Das Foto zeigt drei Raben, die in der öffentlichen Ausstellung ebenso gezeigt werden wie etwa 30 weitere Werke des Grafikkünstlers, der mit eine Radierpresse bei der Eröffnung im Trauzimmer seine Kunst erklären wird. Foto: Veransatalter/p

Rodgau (cri/red) – Kunst bereichert das Leben. Das weiß man auch in Rodgau. Und so gibt es die Rodgau-Art, die Flurkunst – und nun auch eine städtische Galerie. Die AKSE (Agentur Kultur, Sport und Ehrenamt) ist zuständig für die Ausstellungen.

Das malerische Rektor-Geißler-Haus prägt Dudenhofen mit der evangelischen Kirche, dem Backhaus und der Grünfläche davor. Der erste Stock des Hauses in der Nieuwpoorter Straße 90 wird zur neuen Kunstgalerie. Das Gebäude ist - für ein Fachwerkhaus selten - klassizistisch angehaucht. Bei dem Gebäude handelt es sich um das im frühen 19. Jahrhundert erbaute Schulhaus Dudenhofens. Früher waren dort eine Lehrerwohnung und ein Bürgermeisterzimmer untergebracht.

Politiker machen das Haus der Kunst zugänglich

Bis 1908 wurde das Haus als Schulhaus genutzt, nach Leerstand und Ortsbibliothek wird das ansprechende Fachwerkgebäude seit 2002 als Standesamt genutzt, ebenso ist das Ortsgericht dort untergebracht. Das Obergeschoss war vermietet. Nach dem Tod des Mieters standen die Räume leer.

2017 beauftragte die Stadtverordnetenversammlung den Magistrat, sich um die Nutzung als städtische Galerie zu kümmern. In zwei Jahren soll ein Erfahrungsbericht an die Stadtverordnetensammlung gehen. Die Politiker haben einen Kostenrahmen von maximal 12.000 Euro im Jahr vorgegeben. Das sind die Betriebskosten für die Räume.

Die drei Räume, insgesamt etwa 45 Quadratmeter, wurden in den vergangenen Wochen zu einer hübschen Ausstellungsstätte umgewandelt. Es wurden Lichtleisten, Galerieleisten und dezente Jalousien, um empfindliches Ausstellungsgut vor Lichteinfall zu schützen, installiert. Dafür gab die AKSE 3.100 Euro aus. Dazu kommen noch die Kosten für den Fachdienst 7, der die Räume umgestaltet und renoviert hat. Das Haus ist nicht barrierefrei. Dafür plant die Stadt einen virtuellen Rundgang durch die Galerie auf der städtischen Homepage einzurichten.

Organisatoren planen im Jahr vier Ausstellungen

Die Rodgau-Galerie bietet einen kleinen, sehr feinen Raum für Kunst, vor allem aus dem Bereich der Grafik oder Karikatur, wegen der meist kleineren Formate. Das bedeutet aber nicht, dass die Organisatoren der AKSE davor zurückschrecken werden, Großformatiges zu zeigen oder extra für die Räume konzipierte Kunst einziehen zu lassen.

Stadtrat Winno Sahm und Martin Winter, Leiter der AKSE, will Kunst nach Rodgau holen, die Ausstellenden müssen nicht aus Rodgau kommen, wie es bei der Flurkunst der Fall ist.  Den künstlerischen Anfang macht ein Zeichner, der national bekannte, renommierte Grafikkünstler Bodo W. Klös aus Lich. Bekannt wurde er in den 90er Jahren mit Hans-Huckebein-Darstellungen – Huckebein ist der Rabe bei Wilhelm Busch.

Die Rodgau-Galerie eröffnet die Ausstellung mit einer Vernissage am 16. Januar um 18 Uhr. Kulturdezernent Winno Sahm wird die Gäste mit einer kleinen Einführung in die Galerie begrüßen. Der Galerist des Künstlers führt in das Leben und Werk von Bodo W. Klös ein und Klös selbst präsentiert eine Radierpresse. An dieser dürfen sich auch die Besucher der Galerie versuchen. Die Ausstellung mit den Werken von Klös ist bis zum 16. März jeden Mittwoch von 18 Uhr bis 21 Uhr und jeden Sonntag von 14 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.

Zusätzliche Veranstaltungen während der Ausstellungszeit werden rechtzeitig bekannt gegeben. So wird Kulturdezernent Winno Sahm am Mittwoch, 13. Februar, Texte zu den, die Eröffnungsausstellung dominierenden Vögeln, lesen: ‚Komm, schwarzer Vogel! – Eine LiteRabenstunde‘

Ausgestellte Werke können auch gekauft werden

Die AKSE will zukünftig vier Ausstellungen im Jahr für jeweils etwa acht Wochen durchführen. Was ausgestellt wird, entscheiden Martin Winter und Gabriele Ziegler von der AKSE sowie Stadtrat Winno Sahm. Den Künstlern wird die Galerie kostenlos zur Verfügung gestellt. Ihr Benefit liegt darin, dass sie ihre Werke zeigen und verkaufen können.

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