HGKiD feiert zehnjähriges Bestehen Vielfalt unter einem Dach

Kultur wird groß geschrieben im Verein „Heimat, Geschichte und Kultur in Dudenhofen“. So eröffnete die Feierlichkeiten zum runden Geburtstag der Künstler Rudolf Petzinger mit seiner Ausstellung „kontra art“. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Im November 2008 schrieben Heimat begeisterte Dudenhöfer Geschichte: Sie gründeten den Verein Heimat Geschichte und Kultur in Dudenhofen (HGKiD). Nun war die Zeit gekommen, den zehnten Geburtstag zu feiern.

Als erster Vorsitzender des Vereins wurde damals Klaus Klein gewählt. Rückblickend auf die Auftaktveranstaltung im Jahr 2009 wird er mit den Aussage kräftigen Worten zitiert: „Wir wollen kein normaler Geschichtsverein sein, der Verein möchte sich nicht allein auf das Stöbern in verstaubten Büchern, das Bewahren von Traditionen, kulturellen Gütern und Überlieferungen reduzieren, sondern auch einen Beitrag zum kulturellen Leben in Dudenhofen leisten“. So bereicherten in den vergangenen zehn Jahren unter dem Logo des HGKiD Kabarett, Obstbaumpflanzungen, Kunstausstellungen und Caféhaus-Lesungen das kulturelle Leben. Es gab und gibt weiterhin die Zeitzeugeninterviews mit dem Ziel, alt eingesessene Dudenhöfer oder Personen, die im Stadtteil gewirkt haben, über deren Erlebnisse zu befragen.

Den für HGKiD arbeitsintensivsten Bereich hob Matthias Blickle mit der Digitalisierung hervor. Seit Januar 2018 ist er Vorsitzender des HGKiD: „Digitalisierung, das wird ein Thema sein, das uns noch sehr lange beschäftigen wird“. Postkarten, Zeitungsausschnitte und Dokumente finden permanent den Weg auf die Festplatte. Die Suche per Stichwort und die Bewahrung des Papiers vor dem Verfall sind der Antrieb hinter dieser langwierigen und akribischen Tätigkeit.

So wird bis heute das sehr umfangreiche Archiv in Bits und Bytes umgewandelt, das Heimatforscher Manfred Resch im September 2012 an HGKiD übergab. Bis heute füllen die Mitglieder die Computer mit den Daten aus der Vergangenheit.

In Zukunft wird die Arbeit fortgesetzt, „die große Linie ist gefunden, die Digitalisierung geht voran, die inhaltliche Arbeit geht voran, nicht nur sammeln, sondern eine sortierte Datenbank schaffen“, hob Matthias Blickle die Schwerpunkte hervor.

Zum zehnjährigen Bestehen gingen die Feierlichkeiten im Bürgerhaus über drei Tage. Am Freitag begannen die Stunden mit Mitgliedern, Freunden und Vertretern der öffentlichen Hand mit der Vernissage. Rudolf Petzinger stellte die Arbeiten „kontra art“ vor. 37 Werke in Ölfarben und Lack stellte er aus der Zeit der letzten zwei bis drei Jahre zusammen, die thematisch eine Einheit bildeten, verschiedene Elemente, die symbolhaft dafür stehen, dass unterschiedliche Dinge zeitgleich passieren.

„Wir haben in unserer Zeit multitasking, wir müssen damit klar kommen, wir arbeiten mit unterschiedlichen Menschen zusammen, ob am Arbeitsplatz oder zu Hause“, schilderte er die Einstiegsthematiken, die zu dem Kontrast in den Gemälden führten.

Rudolf Petzinger vermittelte die Botschaft, „unsere gesellschaftliche Kultur lebt von der Vielfalt, von unterschiedlichen Meinungen und Auffassungen, das ist nichts Schlimmes, deshalb habe ich nicht gleich einen Gegner vor mir, sondern es gilt zu reden und etwas voneinander zu lernen“. Der Grafiker und Künstler stammt aus Dudenhofen, lebt heute in Bad Camberg/Ts.

Am Samstag blieben die Festivitäten bei internen Aktivitäten, am Sonntag wurde akademisch gefeiert und es lief das Theaterstück „Liebe second Hand“, aufgeführt von „t-raum“ aus Offenbach.

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