Projekt der Verbundenheit schreitet voran Eine Wimpelkette für Rodgau

Birgit Mayer-Tauber hält an ihrem roten Faden fest: Das Projekt Wimpelkette geht auch in Pandemie-Zeiten weiter. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Sie sind 24 Zentimeter groß und haben ihren ganz persönlichen Charakter. Die Rede ist von vielen Wimpeln, die eines Tages in der Rodgauer Sommerluft flattern sollen. Die Jügesheimerin Birgit Mayer-Tauber stellte sich 2016 die Frage: Was kann ich zu einem guten Miteinander der Menschen in Rodgau beitragen? Vor ihrem geistigen Auge entstanden kleine bunte Dreiecke, die an einer Schnur aufgereiht die Stadtteile Rodgaus und somit alle darin lebenden Menschen miteinander verbinden sollen. „Kreatives Handeln verbindet”, betont die Sozialpädagogin und Kunsthandwerkerin. 15.000 Stück müssten es schon werden, rechnet die Jügesheimerin vor. 2022 sollen die Fähnchen im Winde wehen. Bürgermeister Jürgen Hoffmann signalisierte Bereitschaft. Ein erstes konkretes Gespräch gab es bereits mit Rathaus-Mitarbeiterinnen. Über die Fragen der Logistik wurde gesprochen. Das Bahnpfädchen käme infrage. Sollte die von Nord nach Süd durchgezogene Schnur nicht umsetzbar sein, so sollen einzelne Plätze und Orte bunt verknüpft werden. Inzwischen sind mehr als 1.300 Wimpel gefertigt worden. Sie lagern im Keller und der Garage im Haus der Taubers. Die Familie im gemeinsamen Wohnhaus im Alten Weg ist diesbezüglich (fast) schmerzfrei. Sohn Laurens nutzte bereits die Thematik, um sich bei einem seiner humoristischen Auftritte innerhalb der Kabarettgruppe En Haufe Leut‘ Luft zu verschaffen: „Wimpel, Wimpel, überall Wimpel“. Nun stoppt die Covid-19-Pandemie weitere Aktivitäten in der Öffentlichkeit. Für Birgit Mayer-Tauber kein Grund die Hände in den Schoß zu legen. Weitere Kontakte wurden geknüpft. Gemeinsam mit Kunstlehrerin Gabriele Barthold von der Geschwister-Scholl-Schule wurde eine Initiative gestartet. Schnell waren die Schüler mit im Boot und fertigten mit ihren Familien 500 Wimpel.

20 Institutionen haben bereits teilgenommen. „Jeder ist herzlich willkommen“, sagt Birgit Mayer-Tauber. Die fertigen Arbeiten dürfen bei der Stadt im Rathaus (Vanessa Holly), bei der Agentur für Kultur, Sport und Ehrenamt und beim Bioladen in der Hintergasse abgegeben werden. „Was mir gefällt“, resümiert Birgit Mayer-Tauber, ist der Prozess über einen langen Zeitraum, weniger das Ergebnis“. Beim gemeinsamen Basteln kommen sich Menschen näher, das ist das Ziel der Rodgauer Wimpelkette.

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