Ausstellung in der Rodgau-Galerie Zerbrechliche Kunst

In der Rodgau-Galerie sind die Arbeiten von Ulrike Markus noch bis zum 15. Januar 2020 zu sehen. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – „Brüche und Schübe“ nennt sich die Ausstellung von Ulrike Markus. Die Offenbacher Künstlerin war schon zwei Mal Gast bei der städtischen Ausstellung Rodgau-Art. Nun schmücken die aktuellen Werke die Räume über dem Standesamt im Rektor-Geißler-Haus in Dudenhofen.

Ihre neuen Arbeiten aus Glas, „BodyObjects“ genannt, zieren einen der Räume im oberen Stockwerk. Die Glasobjekte, die an Körperformen erinnern, sind begehbar, oder besser gesagt, umgehbar. Sie entstanden im Sommer, und werden somit erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Sie korrespondieren mit der Architektur im Standesamt, so die Künstlerin. Lichtreflexionen und Spiegelungen gut darzustellen, war für sie wichtig. Die Kreationen wurden bereits im Entstehungsprozess den Räumlichkeiten angepasst, sodass eine Harmonie zwischen Kunst und den musealen Räumen entstand.

Darüber arbeitet die Studentin mit Porzellan. Die Inspiration für die Arbeit „Labour is cheap“ zog die Grafikerin aus einer Reise nach Indien. In einer Stadt wie Mumbai, in der alles staubig und schmutzig war, gab es eine Heerschar von Menschen, die täglich versuchten, alles zu säubern.

So bemühen sich nun die an der Wand des Geißler-Hauses montierten Autoscheibenwischer als zentraler Teil im Werk „Labour is cheap“ um Sauberkeit.

Kulturdezernent Winno Sahm fand viele lobende Worte für die junge Kunstschaffende: „Sie geht am intensivsten in die Dreidimensionalität“, umschrieb der Stadtrat die Objekte bei der Vernissage.

Offen sind die Ausstellungsräume mittwochs von 18 bis 21 Uhr und sonntags von 14 bis 18 Uhr.

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