Viel Besuch beim dreitägigen Fest Brunnenfest auf Sachsenhäuser Paradiesplatz

Laura II. mit den Kindern in der Klappergasse. Foto: Schieder

Sachsenhausen (ms) – Viele Gäste waren am vergangenen Freitag auf den Paradiesplatz gekommen, um bei der Kürung der 59. Sachsenhäuser Brunnenkönigin Laura I. dabei zu sein.

 Unter ihnen Ortsvorsteher Christian Becker, die Bundestagsabgeordnete Ulli Nissen, Stadtverordnetenvorsteher Stefan Siegler, Dezernent Mike Josef als Vertreter des Oberürgermeisters und Schirmherrn, der Oberräder Stadtbezirksvorsteher Michael Hunstein und einige Mitglieder des Ortsbeirats fünf, das Fastnachtsprinzenpaar Dani und Rene und das „Klaa Rölfche“ Rolf Schmitz.

„Jetzt geht es mir als Königin an den Kragen“, stellte Jennifer II. zur Begrüßung fest. Zum Abschied hatte sie sich etwas Besonderes ausgedacht: Alice Merscher tanzt ein speziell für diesen Zweck einstudiertes Solo. Dann war es an den elf Gastköniginnen ihre Kollegin zu verabschieden. „Es war eine verdammt schöne Zeit und ich bin mit jedem der 100 Termine gewachsen“, zog Jennifer II. Bilanz. In einer Fotopräsentation gab sie einen Rückblick auf das bewegte Jahr.

Nach der Abschiedsansprache von Erhard Römer, stellvertretender Präsident der Brunnen- und Kerbegesellschaft, überbrachte Mike Josef die Grüße des Oberbürgermeisters. Er betonte die kulturelle Bedeutung des Festes und ging auf seine Geschichte ein. Dann musste Jennifer II. ihre Krone abgeben.

Nach der Proklamation war es soweit, die neue Brunnenkönigin Laura I. wurde gekrönt. Jennifer II. und Bianca I. steckten ihr die Krone im Haar fest. Erster Gratulant war ein Vertreter der Binding Brauerei, der ihr den Wanderkrug und einen Becher überreichte. „Ich danke meiner Familie und den Freunden, die mich unterstützen und der Brunnen- und Kerbegesellschaft“, sagte Laura I. in ihrer Antrittsrede. „Ich will das beste tun, um das Brunnenreich würdig zu repräsentieren. Nicht jeder besitzt unser Privileg, was die Wasserversorgung angeht.“ Für sie ist es ein Anliegen, sich für die Benachteiligten einzusetzen.

Der Samstag begann mit dem Umzug durch Sachsenhausen. Dann wurde mit drei Böllerschüssen das Brunnenfest eröffnet und ein Fass Freibier von Laura angestochen. Musik von Funksoulicious vertrieb den vielen Gästen auf dem Paradiesplatz die Zeit bis zum Beginn der Brunnenbegehung durch Alt-Sachsenhausen. Sie begann am Paradiesbrunnen, wo Kulturdezernentin Sylvia Weber den Schirmherrn vertrat und in ihrer Ansprache auf die Bedeutung des Festes einging. Dann taufte der Brunnenschultheiß Hans-Otto Porzelt den Paradiesbrunnen mit einem Glas Apfelwein. Weiter ging es mit dem Musikverein „Brachtal“ zum Hirsch- und zum Frau-Rauscher-Brunnen. Der Sonntag begann mit dem Wecken in Sachsenhausen und der Marching Band The Sound of Frankfurt. Ab elf Uhr begann das Kinderfest, das der Schirmherr Oberbürgermeister Peter Feldmann besuchte. Es stand eine Hüpfburg bereit und etliche Spiel- und Bastelmöglichkeiten. Auch Puppenspieler Oskar entzückte die kleinen Besucher.

Am Nachmittag trug dann Michael Quast Gedichte von Stoltze vor. Die Kinderbrunnenbegehung startete mit dem Musikzug der Turngemeinde 1872 aus Bad Soden. Drei Brunnen wurden besucht und an jedem las Laura I. ein Stückchen des Märchens von „Frau Holle“ vor. Zuerst ging es zum Hirschbrunnen, dann zum Frau-Rauscher-Brunnen und am Ende an den Paradiesbrunnen, wo auf die Kinder kleine Geschenke warteten. Die Live Musik von Soultouch 98 vertrieb den Gästen die Zeit bis zum Gickelschmiß. Dazwischen gab es ein Geburtstagsständchen für die Ex-Brunnenkönigin Bianca I. Wie inzwischen üblich eröffnete die Brunnenkönigin den Gickelschmiss. Doch sie traf den Tontopf nicht.

Erfolgreicher war der Junge, der sich dann versuchte. Er packte es mit dem ersten Schlag ebenso wie eine Posaunistin des Musikzuges. Der Vater des Jungen brauchte dann allerdings drei Schläge mit dem Dreschflegel. Bianca I. schaffte es beim zweiten Schlag. Der Abschluss des Festes war dann der Trauerzug mit dem Musikzug durch die Gassen von Alt-Sachsenhausen. Als er zurückkam wartete dann schon die Freiwillige Feuerwehr Oberrad auf die Verbrennung der Kerbsymbole „Babett unn Balser“ am Paradiesplatz. Gelöscht wurde der Pappsarg von der Brunnenkönigin.
 

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