Ausstellungen 2017 waren gut besucht

Deutsches Architekturmuseum: Acht neue Expositionen

Brita Köhler (von links), Peter Cachola Schmal und Andrea Jürges auf der Jahrespressekonferenz des Deutschen Architekturmuseums. Foto. Faure

Sachsenhausen (jf) – Die erste Ausstellung des neuen Jahres wurde im Deutschen Architekturmuseum (DAM) Ende Januar eröffnet; es ist der „DAM Preis 2018“ mit den 25 besten Bauten in/aus Deutschland. Unter den ausgewählten Objekten befinden sich auch vier Bauten aus Frankfurt; ein von Christoph Mäckler Architekten geplantes Büro- und Geschäftshaus, das von Meixner Schlüter Wendt Architekten entwickelte Wohnhochhaus Axis, der von Stefan Forster Architekten geplante Umbau des Philosophicums und das von Waechter + Waechter Architekten entworfene Seniorenwohnhaus St. Josef.

 Gewonnen hat die Wohnanlage wagnisART München, entwickelt von der ARGE bogevischs buero mit SHAG Schindler Hable Architekten. Erstmals holte damit eine Wohnanlage den DAM Preis, der seit 2007 vergeben wird. Die Anlage aus fünf um zwei Höfe gruppierten Baukörpern, entwickelt gemeinsam mit den künftigen Nutzern, einer Genossenschaft, überzeugte die Jury. „Die Hamburger Elbphilharmonie von Herzog & De Meuron lief außerhalb der Wertung und erhielt eine ‚Besondere Erwähnung’“, bemerkte Peter Cachola Schmal, Direktor des DAM. Die Ausstellung im dritten Obergeschoss ist noch bis zum 6. Mai zu sehen.

 „Frau Architekt“ und „SOS Brutalismus“ sind Pubikumslieblinge 2017

Die 2017 eröffneten Expositionen „Frau Architekt“ und „SOS Brutalismus“ werden noch bis zum 8. März beziehungsweise 2. April 2018 gezeigt, vor allem diese beiden Ausstellungen trugen zur hohen Besucherzahl von 82.349 Gästen im Jahr 2017 bei. Ebenfalls nachgefragt waren die Legobaustellen in den Sommer- und Winterferien; rund 9 700 kleine und größere Baumeister kamen dazu ins DAM. Gemeinsam mit dem Kulturdezernat stellt das Museum unter dem Titel „Große Oper – viel Theater?“ vom 24. März bis zum 14. Mai Bühnenbauten aus ganz Europa vor. „Die Entscheidung, wie es mit dem Schauspiel und der Oper in Frankfurt weitergeht, steht noch aus. Deshalb möchten wir über die verschiedenen Möglichkeiten informieren“, erklärte Peter Cachola Schmal. Kuratiert wird diese Schau von der stellvertretenden Direktorin Andrea Jürges.

Um die Rückeroberung der Stadt kümmert sich die Exposition „Fahr Rad!“ (21. April bis 2. September). In ausgewählten Städten wie Kopenhagen, New York oder Oslo gibt es bereits Konzepte zu einer nachhaltigen und sozialen Stadtplanung mit fahrradgerechten Infrastrukturen. „MärklinModerne“ führt vom 18. Mai bis zum 9. September in die Welt der Modelleisenbahn. Auf den Anlagen standen zur Wirtschaftswunderzeit Altes und Neues, Hochhaus und Fachwerk nebeneinander. Kuriose Geschichten um ebenso kuriose Bausätze sind garantiert. Mobilität und Wohnen werden in der Ausstellung „Rhein-Main – Die Region leben“ (31. Mai bis 14. Oktober) beleuchtet. Erreichbarkeit und ein vielfältiges Wohnangebot sind für die Zukunft entscheidend.

Das Herz von Frankfurt im Spiegel der Zeit

„Die immer neue Altstadt. Bauen zwischen Dom und Römer“ (21. September bis Frühjahr 2019) zeigt das Herz von Frankfurt im Spiegel der Zeit. Die Geschichte seit 1900 wird betrachtet. „Und welcher andere Ort hat schon eine Altstadt auf einer Tiefgarage und mit U-Bahn-Anschluss“, beschrieb Cachola Schmal die Besonderheit der City am Main. Eigentlich in Asien liegend, aber sich nach Europa sehnend – das ist Georgien mit seiner Hauptstadt Tbilisi. „Hybrid Tbilisi. Betrachtungen zur Architektur in Georgien“ begibt sich auf die Spuren einer widersprüchlichen Kapitale im Land, das Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2018 ist.

Die besten Einfamilienhäuser sind im Rahmen der achten Auflage des Wettbewerbs „Häuser des Jahres“ vom 6. Oktober bis Mitte November 2018 in Kooperation mit dem Callwey Verlag zu sehen. Der alle zwei Jahre zu vergebende Hochhaus Preis steht ab November im Zentrum der letzten neuen Ausstellung des Jahres 2018. Mit dabei ist dann auch der neue Henninger-Turm in Frankfurt. Zu den Teilnahmekriterien gehört eine Mindesthöhe der Gebäude von 100 Metern. „Die meisten Hochhäuser, nämlich 50 Prozent aller Gebäude dieses Typs, entstehen übrigens in China“, ergänzte Peter Cachola Schmal.

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