Im Notfall ganz hoch hinaus Feuerwehr in Sachsenhausen bekommt neue Drehleiter

Sachsenhausen (jf) – Ganz schön hoch ist das Dach der Feuerwache. Doch die neue Leiter reicht bis nach oben, sie kann auf eine Länge von knapp 32 Metern ausgefahren werden. Stadtrat Markus Frank, Dezernent für Wirtschaft, Sport, Sicherheit und Feuerwehr, sowie Karl-Heinz Frank, seit April 2018 neuer Leiter der Frankfurter Feuerwehr, steigen in den Rettungskorb. Tim Gottschalk, Mitarbeiter des Fachbereichs Logistik, öffnet ihnen das Gitter, um bequem in den für 500 Kilogramm Traglast ausgewiesenen Korb zu gelangen. Langsam wird die Leiter eingefahren, dabei dreht sie sich von der Seite in Richtung Fahrzeugfront. 

Nach ein paar Minuten ist das Manöver ausgeführt, die drei Männer sind wohlbehalten auf dem Hof der Rettungswache 4 in der Mörfelder Landstraße angekommen und verlassen den Korb. „Von dieser Probe bin ich begeistert. Rettungsleitern sind elementar für die Feuerwehr“, sagte der Dezernent. Dieser zweite Rettungsweg des Typs DLAK 23/12 markiert eine neue Generation von Drehleitern. 2001 waren letztmalig acht solche Fahrzeuge in Dienst gestellt worden, nach 17 Jahren ist es Zeit für eine Modernisierung: „Wir brauchen eine moderne Feuerwehr“, unterstrich Markus Frank.

Deshalb investierte die Stadt rund 7,3 Millionen Euro für insgesamt zehn neue Fahrzeuge für die zwölf Rettungswachen der Berufsfeuerwehr. „Mit dem 2013 in Betrieb genommenen und 25 Millionen Euro teuren Feuerwehr- und Rettungstrainingscenter sind wir in Frankfurt eine der am besten ausgebildeten Feuerwehren Deutschlands“, betonte der Stadtrat und sagte: „Wir können stolz auf unsere Feuerwehr sein.“ Feuerwehrchef Karl-Heinz Frank ergänzte: „Mit dem neuen Drehleiterfahrzeug haben wir ein Rettungsmittel für den Einsatz in Fällen, wo uns der erste Rettungsweg nicht mehr zur Verfügung steht.“ 

Kleiner Wendekreis demonstriert 

Plötzlich ertönte Alarm, schnell leerte sich der halbe Hof, die Frauen und Männer bereiteten sich auf den Einsatz vor, rasch verließen vier Fahrzeuge das Gelände und fuhren mit Sondersignal zum Einsatzort. Stefan Kimpel, Wachleiter der Rettungswache 4 mit 65 Mitarbeitern und 15 Einsatzleitern, bemerkte: „Im Sommer kam es vor allem zu Gartenhütten- und Flächenbränden. Wir waren auch als erste bei der Brandbekämpfung der Lagerhalle in Fechenheim.“ Während eine Gruppe der Feuerwehrleute im Einsatz war, konnten die anderen den Vorführungen und Erläuterungen von Benedikt Spiller, Leiter Logistik, lauschen.

Demonstriert wurde der kleine Wendekreis von 14,8 Metern. „Es hat lange gedauert und viele Tests waren notwendig, um nun diesen Prototyp vorstellen zu können“, erklärte der Experte. Nachlauflenkachse, 299 PS, EURO VI-Technologie, das für diese Fahrzeugklasse geringe Gewicht von 15.7000 Kilogramm, die Breite von lediglich 2,45 Metern, der fünfteilige Leitersatz mit Gelenkfunktion, über den Korb können Wassernebel- und Schaumsprüher positioniert werden, es gibt die Möglichkeit, im Korb eine Krankentrage zu lagern – all das zeichnet das Fahrzeug technisch aus. Es kann auf beiden Seiten abgestützt werden. Zu rettende Personen haben fünf Griffe im Korb zum Festhalten. „Das ist schon etwas deutlich Anderes, als das oft genannte Sprungtuch. Das können sie bei der Feuerwehr Frankfurt vergessen, es wird nicht mehr verwendet“, sagte Karl-Heinz Frank abschließend. 

 

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