Schicksal einer jungen jüdischen Pianistin „Frankfurt liest ein Buch“ in der Klosterpresse

Ursula Stampfli (rechts) las aus „Frankfurt verboten“ von Dieter David Seuthe und Sylvia Gerlich-Raabe stellte Reflexionen über die Musikwahrnehmung an. Foto: Schieder

Sachsenhausen (ms) – Zum siebten Mal heißt es ab dem 11. April zwei Wochen lang wieder „Frankfurt liest ein Buch“. Mehr als 70 Veranstaltungen gibt es in diesem Jahr. Diesmal dreht sich alles um das Erstlingswerk von Dieter David Seuthe „Frankfurt verboten“.

Die Lesung am vergangenen Mittwoch in der Klosterpresse war mit über 20 Teilnehmern sehr gut besucht. Ursula Stampli las über eine halbe Stunde aus dem Roman, bei dem sich alles um die junge Pianistin Elise dreht. Sie studiert am Hoch‘schen Konservatorium und soll im März 1933 ihr Konzertdebüt geben. Doch daraus wird nichts für die Tochter jüdischer Eltern. Sie verliebt sich in „arischen“ Jurastudenten Max, der ihr unkonventionell zu helfen versucht. Im zweiten Teil stellte Sylvia Gerlich-Raabe Reflexionen zur Musikwahrnehmung an. Anschließend beantwortete der Autor Fragen des Publikums.

Dieter David Seuthe wurde 1951 in Westfalen geboren und arbeitet als Psychotherapeut. Nach vielen Jahren in Neuseeland lebt er seit 2008 mit seiner Familie in Frankfurt. Die Idee zu seinem Buch bekam er bereits 1991, als er in England jüdischen Emigranten begegnete und von ihren Schicksalen erfuhr. Beim Schreiben seines Erstlings folgte er der Maxime, dass man sich an die Wahrheit halten muss, um aus der Geschichte zu lernen.

Am Donnerstag, 24. April, ist „Frankfurt liest ein Buch“ im Bibliothekszentrum Sachsenhausen um 19.30 Uhr zu Gast. Monika Müller-Heusch liest aus „Frankfurt verboten“ und Christian Setzepfandt hält einen Vortrag zur Verfolgung von Homosexuellen in Frankfurt.

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