Aktionstag beim Kooperationsprojekt Bildung hoch drei

Kinder im Weltkulturen Museum „Zwischen Erde und Meer“

Kita-Kinder schauen sich die Installation von Rigo 23 im Weltkulturen Museum an. Foto: Faure

Sachsenhausen (jf) – Sieben Kinder der städtischen Kita 35 sitzen auf der Treppe im Weltkulturen Museum. Gleich neben dem Aufgang hängt eine große Installation des Künstlers Rigo 23. Sie gehört zur Ausstellung „Entre Terra e Mar. Zwischen Erde und Meer. Transatlantische Kunst“. Körbe und anderes Flechtwerk sowie geschnitzte Tiere aus Holz sind zu sehen. 

Praktikant Marcus Schmitt hat einen kleinen Jaguar aus Plüsch in der Hand, fragt: „Kennt ihr die Tiere, die mit dem Jaguar in einem Gebiet leben?“ Praktikantin Cora Meditz hilft, sie hat weiße Handschuhe mitgebracht und einen Korb. Die Kinder dürfen die Handschuhe anziehen, holen dann Holztiere aus dem Korb; Schlangen, Schildkröten, Gürteltiere, Ameisenbären. Rigo 23, auf Madeira geboren und in Los Angeles lebend, hat gemeinsam mit brasilianischen Guaraní diese Installation geschaffen, sie ist ein Gegenentwurf zur verheerenden Wirkung von Splitterbomben. Diese Arbeit feiert das Leben und die Schöpfung.

Vier Tage lang hat sich Stephanie Endter, Leiterin des Bereichs Bildung und Vermittlung des Weltkulturen Museums, mit zwölf Praktikanten, alle Studierende des Fachbereiches Sozialpädagogik der Beruflichen Schulen Berta Jourdan, beschäftigt, ihnen das Museum gezeigt und erklärt. Die künftigen Erzieher, die sich für dieses Haus entschieden hatten, konnten sich ein bestimmtes Objekt aussuchen, das sie mit den Kindern betrachten und erkunden wollen. Marcus Schmitt und Cora Meditz entschieden sich für die Installation von Rigo 23, zeigen den Kindern, wie Tiere leben und in welcher Umgebung sie sich aufhalten.

Künftige Erzieher und Kinder zusammenbringen

„Die Idee, dass Berufsschule, Museen und Bildungsnetz kooperieren sollten, wurde zum zehnjährigen Jubiläum des Kita Bildungsnetzes 2010 geboren“, erläutert Angelika Schell vom Kita Bildungsnetz. Es geht um Angebote für junge Kinder. Seit 2013 erarbeiten Kita Bildungsnetz, die Beruflichen Schulen Berta Jourdan und das Weltkulturen Museum gemeinsame Projekte, manche Kinder betreten dabei zum ersten Mal ein Museum.

„Für die Studierenden ist es echtes Lernen in der Praxis, sie sind Lernende und Lehrende gleichermaßen“, sagt Inge Schmittinger von der Berufsschule. Das Projekt erstreckt sich über etwa drei Monate, in dieser Zeit beschäftigen sich immer mittwochs Kinder, Erzieher und Praktikanten damit. Der Aktionstag im Museum ist dabei für die Mädchen und Jungen ein besonderer Höhepunkt. „Inzwischen fragen die Kitas selbst nach, welche Möglichkeiten es gibt, Museen und andere Einrichtungen zu besuchen“, bemerkt Schell, „und ehemalige Praktikanten sind mittlerweile im Bildungsnetz aktiv.“

Lebensräume von Tieren kennenlernen

„Wo leben denn die Tiere?“, fragt Cora Meditz etwas später im Bastelraum. „Im Wald!“, „Im Wasser!“, rufen die Kinder. Aus blauem Buntpapier kann man prima einen See basteln, aus grünem einen Wald. Spielerisch lernen die Mädchen und Jungen, wo und wie Tiere und Menschen leben, was sich hinter Masken verbirgt und welche Kräfte in Tieren und Menschen stecken.

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