Stadtteilfete wird am 9. und 10. Juli gefeiert Zurück zu den Wurzeln in Sachsenhausen

Vorfreude auf das Schweizer Straßenfest: (von links) Ralf Wagner, Vorstand der Aktionsgemeinschaft Schweizer Straße, Michael Müller, Friseur und Künstler mit einem seiner Bembel, Gregor Meyer und Tatjana Braun-Siebert, ebenfalls vom Vorstand der Aktionsgemeinschaft. Fotos: agk

Sachsenhausen (agk) – Das Schweizer Straßenfest am 9. und 10. Juli wird in diesem Jahr anders. Zum einen gibt es kein Gastland mehr, zum anderen wird zwei Tage lang gefeiert.

Tatjana Braun-Siebert von der Aktionsgemeinschaft Schweizer Straße und im Hauptberuf Filialdirektorin der Volksbank in der Schweizer Straße 39 erklärte, dass die Straßenfest-Macher wieder mehr die Stadt Frankfurt und vor allem die Schweizer Straße als regionale Einkaufsstraße in den Vordergrund stellen wollen. Das sei auch wichtig, fügte ihr Aktionsgemeinschafts-Vorstandskollege Gregor Meyer hinzu, weil es darum gehe, den Zusammenhalt der Geschäftsleute um und auf der Straße zu fördern. Man müsse an einem Strang ziehen, ansonsten habe man im harten Wettbewerb mit Innenstadt und Internet keine Chance.

Die Liebe zu Frankfurt und Sachsenhausen spiegelte sich auch in der traditionellen Ausstellung in der Bank parallel zum Straßenfest wider. In diesem Jahr sollte etwas typisch Frankfurterisches in den Vordergrund gestellt werden. Und da kam die Straßenfest-Organisatoren schnell auf Michael Müller. Der Friseur des Friseur-Studios Ochs in der Schweizer Straße 83 kreierte 15 skurrile Bembel, mal einen Bembel im Disko-Kugel-Stil, mal einen als Eintracht-Bembel mit Adler und Flügeln oder auch einen Darth-Vader-Bembel. Müller: „Der Bembel, das ist Frankfurt und erst recht Sachsenhausen. Hier ist der Bembel zu Hause.“ Mehr noch: Der Star-Friseur regte sogar an, einen Fünf-Meter-Bembel an eine markante Stelle in Frankfurt zu platzieren und ihn von Frankfurter Künstlern verzieren zu lassen. Müller: „Wir müssen diesen Frankfurt-Patriotismus wieder pflegen.“ Seine Bembel sind zu den Öffnungszeiten der Sachsenhäuser Bank noch bis zum 10. Juli zu sehen.

120 Stände säumen die Straßen

Dass in diesem Jahr gleich zwei Tage lang gefeiert wird, hat einen einfachen Grund. Meyer: „Der Aufwand für den einen oder anderen Anbieter ist einfach zu groß, wenn der ganze Aufbau nur für einen Tag herhalten muss. Auch ist das Risiko bei nur einem Tag höher. Denn wenn es regnet, ist es gut, wenn wir noch einen Ersatztag haben. Zum anderen kommt an einem Sonntag nochmal eine ganz andere Zielgruppe, nämlich die Familien.“ Und die Straßenfest-Macher sind auch davon überzeugt, dass sich an zwei Tagen die Geschäftswelt noch attraktiver für ihre Kunden darbieten kann.

Gefeiert wird an 120 Ständen am Samstag von elf Uhr vormittags bis ein Uhr nachts. Am Sonntag sind alle Stände und Mitmach-Angebote von 11 bis 18 Uhr geöffnet. „Es besteht dann genug Zeit für den Abbau, bevor dann um 21 Uhr Deutschland im Finale um die Europameisterschaft spielt“, sagt Meyer überzeugt. Schirmherr ist in diesem Jahr Markus Mannberger vom Vereinsring Sachsenhausen. Er erinnert sich noch genau an die Anfänge des Festes, das einst zur Einweihung der U-Bahn gefeiert wurde. Für ihn steht in jedem Fall fest: Durch die Rückbesinnung auf die Wurzeln – auch auf die Vereine aus Sachsenhausen – macht das Schweizer Straßenfest genau den richtigen Schritt in die Zukunft.

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