330 Orden, 500 Pins und tausende Zugplaketten

70 Jahre Prinzenpaare im närrischen Schlumberland

Präsentierten im Einhardhaus den neuen Fastnachtsorden des Heimatbundes (von links): Künstler Joachim Rühl, Vorsitzender Richard Biegel, Schriftführerin Christine Colombo und Sitzungspräsident Bernd Büddefeld. Foto: beko

Seligenstadt (beko) – Ununterbrochen seit 1949 und nunmehr im siebzigsten Jahr regiert zur Fastnachtszeit im Schlumberland ein Prinzenpaar, angefangen von Karl Kappen und Marianne Giel bis zu Robert Wurzel und Kathrin Kemmerer im vergangenen Jahr, gesucht und ausgewählt vom Heimatbund Seligenstadt. Wer wird wohl auf der Galasitzung des Heimatbundes im Januar als Prinzenpaar Nummer 70 vorgestellt? Die Gerüchteküche wird schon noch einige Namen bis zur Ausrufung hochbrodeln. Doch zuvor fließt wieder viel Schweiß bei all den Aktiven, von den Fußgruppen und Wagenbauern bis hin zu den Verantwortlichen, die dieser Tage den neuen Heimatbund-Orden im Einhardhaus präsentierten.

Zu sehen sind auf dem neuen, 14 Zentimeter hohen Orden des Heimatbunds ein hoheitliches Zepter, Symbol der närrischen Macht zur Fastnachtszeit. Statt, wie gewohnt, mit dem Kopf eines Bajazz oder Bajazzo befinden sich auf dem Regentenstab zwei Gesichter, mit zusammen nur drei Augen. Weil ja an jede Nase bekanntlich zwei Augen gehören, sind die Gesichter, einzeln betrachtet, doch komplett. Oder weil die drei Weisen sie ausgeguckt haben? Die zwei Gesichter sind jeweils bekrönt. Das linke von einem Diadem und das rechte von einer Narrenkappe, was beide zweifelsfrei als Prinzessin und Prinz ausweist. Die mit den Farben der Fastnacht versehenen schwingenden Bänder tragen zu den Schellen noch das Wappen der Stadt Seligenstadt und die Jahreszahl des Kampagnenjahres 2018. Dazu das Motto „70 Jahre Prinzenpaare“. Seit 2010 gestaltet der Seligenstädter Künstler Joachim Rühl die Orden für den Heimatbund, und setzt auch dieses Mal wieder höchst brillant die Motividee-Vorgabe von Richard Biegel um - seit dieser Zeit gibt es im Übrigen eine Ordenskollektion. Analog zum Orden wird erneut ein Pin für fünf Euro angeboten. Auf vier mal 2,7 Zentimetern ist er so farbenprächtig und schmückend, dass er nicht nur für Sammler interessant ist, sondern sogar als Zugplakette für den Rosenmontagszug (3,50 Euro) dient.

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