GUTE SEELE IM VEREIN Ramon Franz, verlässliche Stütze bei der Feuerwehr „Anpacken und nicht so viel reden“

Für Ramon Franz ist Gemeinschaftssinn von besonderer Bedeutung. Bild: privat

Klein-Krotzenburg – Das Herz jeder Feuerwehr sind die Mitglieder, die sich auf unterschiedliche Art und Weise ehrenamtlich einsetzen. Einer dieser Menschen ist Ramon Franz, eine „gute Seele“ im Verein der Freiwilligen Feuerwehr Klein-Krotzenburg.

Bereits mit seinem Eintritt in die Jugendfeuerwehr an seinem zehnten Geburtstag wurde der heute 37-Jährige Teil der Feuerwehrfamilie und hat sich im Laufe der Jahre in verschiedenen Abteilungen verdient gemacht.

Es charakterisiert den stellvertretenden Wehrführer, dass er von Eigenlob nicht viel hält. „Das Beste ist das, was die anderen über einen sagen“, glaubt er. Und die meinen: Neben seiner Rolle als stellvertretender Wehrführer und seiner Haupttätigkeit als Mitarbeiter der Gemeinde Hainburg im Brand- und Katastrophenschutz „geht Ramon weit über seine Pflichten hinaus und zeichnet sich besonders durch sein Engagement und seine Hilfsbereitschaft aus“.

Als Gerätewart ist Ramon Franz aktiv in Instandhaltung und Pflege der Ausrüstung. Seine gewissenhafte Arbeit sorgt dafür, dass die Helfer stets auf modernste und funktionstüchtige Technik vertrauen – und sich vor allem darauf verlassen können. Doch damit nicht genug: Der gelernte Veranstaltungstechniker engagiert sich auch darüber hinaus. Sei es wie aktuell bei der Renovierung der Wehrführerbüros, der Organisation von Veranstaltungen oder dem Umsetzen neuer Ideen.

Seine Kameraden beschreiben Ramon als jemanden, der immer zur Stelle ist, wenn er gebraucht wird. Er gilt deswegen als eine verlässliche Stütze der Gemeinschaft. Sein Motto „Einfach anpacken und nicht so viel reden“ unterstreicht sein pragmatisches Handeln. „Es braucht immer Leute, die den Laden zusammenhalten“, findet der begeisterte Snowboardfahrer, der zwei- oder am liebsten dreimal im Jahr Skifahren geht. Bei etwa 120 Aktiven könne man es aber nicht immer jedem recht machen. „Wenn es da mal Kritik gibt, muss man die einstecken können, findet Franz. In einer Zeit, in der freiwilliges Engagement oft zu kurz kommt, ist der Vize-Wehrführer ein Beispiel dafür, wie viel bewirkt werden kann, wenn man sich mit Herzblut für eine gute Sache einsetzt. Gemeinschaftssinn ist eine wichtige Tugend für ihn: „Es funktioniert nur im Team“, so eine wichtige Erkenntnis.

„Allerdings, so räumt er ein, ändert sich der Umfang der Zeit, die er einbringt, mit der Lebenssituation. So will der Ehemann und Vater einer dreijährigen Tochter eben auch seiner Familie gerecht werden. Deswegen ist der gebürtige Hainburger auch nach Hösbach gezogen, um dort ein wenig entspannter leben zu können.

Neulich habe jemand beim Tag der offenen Tür gefragt, was er denn davon hätte, bei der Feuerwehr zu sein. Ramon Franz findet: Vor allem ganz wichtige Verbindungen und Netzwerke entstünden durch die Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Berufen vom Handwerker bis zum Akademiker. „Da ist für jeden etwas dabei.“

Und Spaß macht das Ganze doch auch.

Von Simone Weil