Tätigkeitsbericht für Mainhausen und Hainburg Caritas-Seniorenberatung im Ostkreis

Ostkreis (red) - Die Caritas-Seniorenberatung ist ein Angebot der Kommunen Hainburg und Mainhausen und des Caritasverbandes Offenbach/Main e.V., die eine halbe Sozialarbeiterstelle zu je 1/3 finanzieren. Der Seniorenberater ist Ansprechpartner für alle Fragen, die das Alter betreffen. Angesiedelt ist die Beratungsstelle bei der Caritas Seligenstadt in der Kolpingstr. 36. Seit Beginn der Arbeit im Jahre 1994 erfüllt Dipl.-Sozialarbeiter Frank Kollmus die Aufgabenbereiche gemäß einer Vereinbarung mit den beiden beteiligten Kommunen.

Ziel der Seniorenberatung ist es, ältere Menschen in ihrem Wunsch zu unterstützten, möglichst lange eigenständig und selbstbestimmt in ihrer eigenen Wohnung zu leben. Dem Wunsch nach einer selbstbestimmten Lebensführung auch im Alter, den fast alle älteren Menschen haben, soll durch individuelle Beratung im Einzelfall und entsprechende Unterstützung entsprochen werden. Ein weiteres Ziel ist die Prävention durch frühzeitige Beratung und Öffentlichkeitsarbeit.

Die Caritas-Seniorenberatung richtet sich mit ihrem Angebot an ältere Menschen und deren Angehörigen oder andere Bezugspersonen sowie an die Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinden Hainburg und Mainhausen, die sich über altersrelevante Fragen informieren möchten.

Schwerpunkte der Arbeit sind:

  1. Beratung von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen über ambulante Hilfen und deren Finanzierung (z.B. durch die Pflegeversicherung oder das Sozialgesetzbuch XII). Die angebotenen Hilfen werden bei Bedarf auch direkt vermittelt.
  2. Information und Beratung über Heimplatzangebote, Kurz-, Verhinderungs- und Tagespflege sowie deren Finanzierung.
  3. Aufklärung über Vorsorgemöglichkeiten im Alter, wie z.B. Vorsorgevollmacht, Patienten- oder Betreuungsverfügung sowie Regelungen der gesetzlichen Betreuung.
  4. Information über Möglichkeiten der aktiven Lebensgestaltung im Rahmen des „bürgerschaftlichen Engagements“ und über Freizeitangebote für Seniorinnen und Senioren.

 

In der Arbeit mit Pflegebedürftigen und deren Angehörigen begleitet der Seniorenberater den gesamten Prozess. Von der Beratung über Hilfs- und Entlastungsmöglichkeiten, der Antragstellung und gegebenenfalls Widersprüchen bis hin zur direkten Vermittlung von Hilfs- und Dienstleistungen steht er den Betroffenen als kompetenter Fachmann zur Verfügung.

Im Einzelnen wurde im Jahr 2019 folgende Arbeit geleistet:

Die ambulante Versorgung und Unterstützung im häuslichen Umfeld ist ein zentraler Bestandteil der Beratung. Häufig informieren sich Angehörige über die Organisation der Pflege und Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung. Ein wichtiger Aspekt der psychosozialen Beratung ist hier, gemeinsam mit den Angehörigen zu klären, wieviel Pflege sie selbst leisten können und wo es wichtig ist, Unterstützung anzunehmen.

Des Weiteren ging es bei der Beratung oftmals um Fragestellungen aus dem Bereich der Pflegeversicherung.

Im Jahr 2019 fanden 629 Klientenkontakte statt: 415 Anfragen wurden telefonisch beantwortet. Zum Teil ergab sich daraufhin ein Hausbesuch (88), da die Problematik unklar bzw. telefonisch nicht so einfach zu lösen war. Die genauere Einbeziehung des häuslichen Umfeldes erlaubte eine individuellere und intensivere Beratung. Der Bedarf an Hilfen konnte direkt vor Ort ermittelt und ein entsprechendes Angebot erstellt werden. Dabei wurden auch die Finanzierungsmöglichkeiten erläutert. Zudem konnte auch gleich der Hilfsmittelbedarf (beispielsweise Rollstuhl, Badewannenlift, Rollator, Toilettenstuhl und Pflegebett) ermittelt und über deren Beschaffung durch die Kranken- bzw. Pflegekasse beraten werden.

Angehörige kamen zur ersten Kontaktaufnahme bzw. Beratung in die Dienststelle in Seligenstadt (72). Seniorinnen und Senioren selbst machten von diesem Angebot allerdings wenig Gebrauch.

Im Berichtszeitraum konnten die zahlreiche Fragen der Betroffenen und deren Angehörigen durch umfassende Beratung schnell geklärt werden. Gemeinsam wurden Anträge auf Leistungen nach dem SGB XI (Pflegeversicherung) und SGB XII (Grundsicherung im Alter und Hilfe zur Pflege) gestellt oder auch Widersprüche gegen Entscheidungen der Pflegekassen und Behörden formuliert.

Des Weiteren nehmen die Beratungen über Vorsorgevollmachten, Patienten- und Betreuungsverfügung weiterhin einen hohen Stellenwert ein.

In der Gemeinde Hainburg wurden im vergangenen Jahr wieder regelmäßige Sprechstunden zu festen Zeiten angeboten und zwar an jedem 2. Montag im Monat im Rathaus Hainstadt und an jedem 4. Dienstag im Monat im Rathaus Klein Krotzenburg jeweils von 9.30-11 Uhr. Für die Mainhäuser Bürger gibt es eine monatliche Sprechstunde an jedem letzten Mittwoch im Monat von 14.30-16 Uhr im Betreuten Wohnen „Haus Spessartblick“.

Insgesamt fanden 34 Außensprechstunden statt, bei denen 54 Beratungen getätigt wurden.

Die Außensprechstunden wurden hauptsächlich von Personen genutzt mit allgemeinen Fragen zu Hilfsangeboten oder zu Vorsorgemöglichkeiten im Alter.

Im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit wurden vom Seniorenberater der Caritas 15 Termine wahrgenommen.

In der Seniorenhilfe Hainburg „Hand in Hand“ ist der Seniorenberater seit der Gründung im Januar 1997 Mitglied des Vorstandes, beim Kreis Offenbach arbeitet er im Arbeitskreis „Beratung und Koordination“ der Leitstelle Älterwerden mit.

Im April 2019 feierte die Caritas-Seniorenberatung ihr 25-jähriges Bestehen. In einer kleinen Feierstunde würdigten die Vertreter der beiden Kommunen, Herr Bürgermeister Alexander Böhn für Hainburg und Frau Bürgermeisterin Ruth Disser für Mainhausen den hohen Stellenwert der Beratungsarbeit.

Durch die vernetzte Zusammenarbeit mit den ambulanten Diensten der Region, den stationären und teilstationäre Einrichtungen sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Kommunen und beim Kreis Offenbach (u.a. Betreuungsbehörde, Fachdienst SGB XII, Sozialpsychiatrischer Dienst und der Pflegestützpunkt) können im Interesse der Betroffenen Probleme zügig angegangen und nach Lösungen gesucht werden.

Diese Beratungs- und Vermittlungstätigkeit hat sich in den vergangenen 25 Jahren fest etabliert und ist ein von den Kommunen und deren Einwohnern anerkanntes und notwendiges Angebot.

Zu erreichen ist Herr Kollmus über die Caritas Seligenstadt, Kolpingstr. 36 in Seligenstadt, Telefon: 06182 / 26289.

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