ZFN-GALA Marcel I. und Chiara I. regieren närrisches Zellhausen Die doppelte Fastnachtssause

Umjubeltes ZFN-Prinzenpaar Marcel I. (Klein) und Prinzessin Chiara I. (Winter): „Sei Mudder hat vor Freud angefange zu weine.“ Bild: gruss

Zellhausen – „Nun feiert mit uns ausgelasse!“ Mit diesen Worten hat Sitzungspräsident Jan Reichel im ausverkauften Bürgerhaus den Startschuss für die Galasitzung der Zellhäuser Fastnachts Narren (ZFN) gegeben.

Die ZFN-Tänzerinnen, angeleitet von Lisa Herr, gaben die Richtung vor, dann zogen Sitzungspräsident und Elferrat ein. Der ZFN-Vorsitzende Tobias Herr kündete das Prinzenpaar an: Prinz Marcel I. (Klein) und Prinzessin Chiara I. (Winter) betraten mit ihren Paginnen Elin Kaiser und Angelique Haas sowie Anna Gerfelder als Till und Alexander Hassmüller als Fahrer die Bühne. Klein, „ein Prinz wie gemacht für den ZFN“, trage wie auch Chiara, die von klein auf Tänzerin beim ZFN ist, das Fastnachtsgen in sich.

Wie Chiara, die in der Tanzformation „Sunrise“ tanzt, schwingt auch der Prinz regelmäßig beim Männerballett „Just4Beer“ das Tanzbein. „Sei Mudder hat vor Freud angefange zu weine“, unterstrich die Prinzessin die Emotionen, die mit der Wahl zum Prinzenpaar einhergingen. Auch sie selbst habe bei der Auswahl ihres Kleides die eine oder andere Träne vergossen. Anschließend stürmten die Jüngsten des Vereins, die Mini- und Midi-Garde, trainiert von Marlene Giehl und Franka Kohl, auf die Bühne und ernteten großen Applaus.

Selbstironisch beschrieb Michi Reisert von der TG Ober-Roden sein Dating-Leben als fast Dreißigjähriger und nahm das Älterwerden und den Berufsalltag auf die Schippe. „Wir wurden leider nicht als neues Prinzenpaar, sondern als Redner für das Protokoll angefragt“, scherzten Mareike Bauer und Ralf Zilch. Sie beschrieben die politischen Entwicklungen sowie die örtlichen Geschehnisse. Erzürnt zeigten sie sich darüber, dass die Zellhäuser Kerb ausgefallen sei – kompensierten dies allerdings sogleich mit dem Schluss: „Macht die Kerb ’ne Pause, feiern wir an Fastnacht ’ne doppelte Sause“. Zu dieser Sause trug auch Robert Steil als „Deutscher Michel“ bei, der die Gäste erneut zum Applaudieren brachte, indem er über die heutige Erziehung und Jugend scherzte: Anstatt sich dem Influencer-Dasein zuzuwenden, solle sich die Jugend lieber in der Fastnacht engagieren. Anschließend empfing der Saal das Prinzenpaar der Fastnachtsfreunde St. Wendelinus aus Hainstadt, Prinzessin Tabea I. (Atzler) und Prinz Sandro I. (Zaffarana), das den frisch gekürten Hoheiten des ZFN gratulierte.

Dass es auch Jugendliche gibt, die sich – wie von Steil gewünscht – in der Fastnacht engagieren, bewies danach die große ZFN-Zapfgarde bei einer Tanzeinlage. Im Anschluss wurden die neu formierten Tanzgruppen Mini- und Youngstars vom Publikum gefeiert. Mit Aprés-Ski-Hits nahmen sie alle mit auf die Piste.

„Ich wusste erst gar nicht, dass es Zellhausen überhaupt gibt. Ist das etwa ein Vorort von Mainflingen?“ Mit diesem Satz provozierte Rudolf Barget aus Ronneburg den Saal, konnte das Publikum aber mit seinen Anekdoten wieder beschwichtigen. Im Anschluss ließ die Showtanzgruppe „Sunrise“ unter dem Motto „Ab ins Beet“ eine bunte Blumenwiese auf der Bühne blühen. Gewappnet mit einem Kerbbaum betraten die „Närrischen Kerbborsche“, die Bühne. „Es war kei Kerb, es war kei Kerb dieses Jahr“, sangen sie. Bunt verkleidet folgten die „Seriösen Schobbejeeger Sellestadt“, die mit ihren Blasinstrumenten Klassiker der Musikgeschichte interpretierten. Der Begriff „gute Laune“ genügt wohl nicht, um den Auftritt des Männerballetts „Just4Beer“, trainiert von Dunja Petzold, zu beschreiben. Die 13 Männer schwangen unter dem Motto „Aus dem Dorf in den Club“ sowohl die Hüften, als auch das Tanzbein.

Für das große Finale bat Präsident Reichel alle Akteure auf die Bühne, und das Lied „Ein Hoch auf uns“ klang an, bevor alle in die Party entlassen wurden.

Von Lucy Gruss