Fastnacht war Thema bei Heimatbund-Versammlung/ Rosenmontagszugplakette wird teurer Mit Herz und Seele Brauchtum feiern

Vorsitzender Richard Biegel begrüßte die Mitglieder des Heimatbundes in der gut besuchten Zunftstube der Vereinshalle. Foto: Thomas Letschert/Heimatbund

Seligenstadt (red) – Mit einem spannenden Ausblick auf das Geleitsjahr 2019, mit nüchternen Zahlen und Fakten sowie mit kleinen Turbulenzen lässt sich die Mitgliederversammlung des Heimatbundes Seligenstadt zusammenfassen.

Nach der Begrüßung zur Mitgliederversammlung des Heimatbundes in der gut besetzten Zunftstube der Heimatbundhalle stand im Bericht des Vorsitzenden Richard Biegel zum Geschäftsjahr 2017 neben vielen anderen Planungen und Veranstaltungen, wie die Galasitzungen im Januar, das Altstadtfest im August und die Adventskonzerte, natürlich der Rosenmontagszug mit seinen immer weiter steigenden Sicherheitsauflagen besonders im Fokus.

So wurde im besprochenen Geschäftsjahr nahezu eine Hundertschaft privater Sicherheitskräfte für den Rosenmontag engagiert – eine Zahl, die in diesem Jahr nochmals deutlich geknackt wurde –, erstmals Betonhindernisse aufgestellt und Taschen an den Eingängen untersucht.

Das spiegelt sich auch im Kassenbericht wider. Trotz außerordentlich guter Einnahmen aus dem Plakettenverkauf für den Rosenmontagszug in Höhe von 80.000 Euro schließt das Vereinsergebnis 2017 mit einem Fehlbetrag von 32.000 Euro ab. Der Verlust resultiert vor allem aus weiterhin deutlich steigenden Kosten für die Sicherheitsauflagen am Rosenmontag und hohen Instandhaltungsaufwendungen für die Heimatbundhalle.

Eine Folge wird die Anhebung des Preises für die Rosenmontagszugplakette sein. Doch am Ende gilt: „Allen Beteiligten, den Vereinen, den Gruppen, den Verbänden, Institutionen, Feuerwehr, Polizei, Rettungs- und Hilfsdienste, Security und unserer Stadtverwaltung und dem Bauhof möchte ich hier unseren besonderen Dank und Anerkennung aussprechen. Jung und Alt waren mit Herz und Seele und voller Begeisterung dabei. Fastnacht ist Teil unseres Brauchtums – und Brauchtum leben ist freudiges Leben in unserer Stadt!“, so Richard Biegel.

Mittlere Turbulenzen löste die Tatsache aus, dass für das Fastnachtswochenende der Aufbau der Zentralambulanz im Riesen mit der Veranstaltung eines privaten Ausrichters konkurrieren muss. Wortmeldungen waren zu hören, wie „das öffentliche Interesse müsse an so einem Wochenende doch Berücksichtigung finden“ oder „die Fastnacht lebt auf und durch Vereinsbasis, viel ehrenamtliche und freiwillige Arbeit steckt drin“, wie könne man zulassen, dass Private den Rahm abschöpfen?

Mit der Beschreibung des Status „Noch ist nichts unterschrieben“ konnte der neue erste Stadtrat Michael Gerheim die Wogen nicht glätten. Der Stadtverordnetenvorsteher Richard Georgi fügte an, „dass die politische Diskussion hierüber nicht an dieser Stelle geführt wird“.

Neben den anstehenden Adventskonzerten und dem neu aufgestellten Wettbewerb zur Stadtverschönerung – und natürlich der Fastnacht, machte der Ausblick auf die verschiedenen Veranstaltungen und Events zum Geleitsfest im nächsten Jahr gleich wieder gute Laune. Die Termine für Kaufmannszug, Stadttheater „Vade et Vide“, Geleitszug, Main in Flammen und Co. sind bekannt und unter der Rubrik „Veranstaltungen“ auf www.heimatbund-seligenstadt.de veröffentlicht.

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