Gelungenes Erntefest der Traktorenfreunde Seligenstadt Intensive Suche nach der größten Kartoffel

Der Traktor mit seiner Kartoffelroder erleichtert das Ausbuddeln ungemein, kein Wunder, dass sich eine so lange Schlange an Kindern und Erwachsenen gebildet hat. Fotos (2): zcy

Seligenstadt (zcy) – Am hinteren Rand des Feldes der Familie Neubauer fährt ein kleiner Traktor, hinter ihm eine Schar an Kindern mit großen Tüten, die in der Erde nach etwas zu suchen scheinen. Das klingt zuerst zwar komisch, ist aber letztendlich vollkommen logisch, wenn man weiß, dass die Traktorenfreunde Seligenstadt bereits zum siebten Mal zu einem Erntefest eingeladen haben.

Nur 15 Minuten vor Beginn lässt das Wetter die Organisatoren noch bangen, ob das Erntefest nicht ins Wasser fallen wird. Doch pünktlich zu Beginn scheint Petrus dann doch gutmütig: Er stellt den Regen für die nächsten Stunden ein.

So sind es also doch einige Familien, die sich, mit Matschhosen und Gummistiefeln ausgerüstet, aufs Feld schlagen, um frische Kartoffeln zu ernten. Hauptgedanke der Eltern ist es, ihren Kindern, den meisten noch im Kleinkindalter, zu zeigen, wo das, was sie als selbstverständlich sehen, überhaupt her kommt und das gleich mit Spaß zu verknüpfen. Viele kommen gerne jedes Jahr wieder, so etwas gäbe es in der Region sonst nicht und es wäre doch eine gute Sache, den Kindern die Natur näher zu bringen, erzählen Eltern, Omas und Opas.

Und genau diese Punkte werden alle erfüllt. Die Kinder bringen eifrig Kartoffeln zu ihren Eltern, die in dem Moment nur noch als Taschenträger fungieren. Voller Ehrgeiz suchen die Kinder nach der größten Kartoffel, denn diese wird sogar prämiert und mit einem Eisgutschein belohnt. Ob man die Kartoffeln selbst ausbuddelt oder lieber wartet bis der alte Deutz-Bulldog-Traktor mit seiner noch älteren Kartoffelschleuder die Erde aufgelockert hat, ist natürlich Jedem selbst überlassen. Der historische Touch bleibt durch die alte Erntemaschine gut erhalten. Natürlich aber kann ein nasser Acker nicht nur zum Ernten, sondern auch prima zum Fangenspielen oder Ähnlichem genutzt werden, was einige Kinder auch begeistert tun.

Zufrieden sind aber anscheinend Alle, egal ob mit dem Kartoffelsuchen, dem Fangenspielen auf dem Feld oder sämtlichen anderen Beschäftigungen.

„Am besten finde ich es, die Kartoffeln auszubuddeln.“ erzählt die vierjährige Lotta, die schon eine ganze Tüte voller Kartoffeln präsentieren kann. Natürlich ist sie aber nicht das einzige Kind, das dieser Meinung ist. Die Kinder scheinen also glücklich, womit der wichtigste Punkt natürlich erfüllt ist. Nach einer intensiven Kartoffelsuche, gibt es aber auch noch andere Dinge, mit denen die Kinder sich hier beschäftigen können. Die alten ausgestellten Traktoren anschauen, sich selbst ein Stockbrot überm Feuer grillen oder einfach die Atmosphäre genießen und der offenen Musikprobestunde der Bachgaumusikanten lauschen. Für Jeden ist etwas dabei und so kann kaum Langeweile aufkommen.

Nach dem Kartoffelernten oder auch einfach zwischendrin als kleine Pause, gibt es dann die Möglichkeit, hausgemachte Waren, wie Aufschnitt oder Fleischwurst der Familie Neubauer zu genießen. Sind die Kinder müde, wird die Ausbeute gegen ein kleines Entgelt von einem Euro pro Tüte, dann nach Hause gebracht und die Eltern schmieden schon fleißig Pläne, wozu sie die Kartoffeln gemeinsam mit ihren Kindern verarbeiten können.

Fotos vom Erntefest in Seligenstadt in unserer Bildergalerie.

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