PASTORALER WEG Dekanat Seligenstadt wertet Umfragebögen aus Klassische Beichte hat ausgedient

„Eine Kirche, die teilt“ lautet das Leitwort des Pastoralen Weges. Aus den aktuell zehn Pfarreien im Dekanat Seligenstadt sollen zukünftig eine oder zwei werden. Collage: busser (p)

Seligenstadt – Was erwarten die Menschen von der katholischen Kirche, und wohin führt der Pastorale Weg im Dekanat Seligenstadt? In Vorbereitung der Umstrukturierung des Dekanates wurden im Frühsommer 2020 Fragebögen verteilt, um die Bedürfnisse der Menschen in Bezug auf Glauben und Kirche abzufragen.

Die Themenbereiche: Begegnung mit/Hilfe von der Kirche, Gottesdienste, Gebets- und Gesprächsangebote, Caritatives Engagement und Gemeindeleben. Die Antworten der über 900 Teilnehmer wurden inzwischen ausgewertet. Mit 98 Prozent beteiligten sich erwartungsgemäß hauptsächlich Katholiken an der Umfrage, davon bezeichnen sich 20 Prozent als sehr gläubig und 80 Prozent als gläubig. Ungefähr die Hälfte der Befragten arbeitet ehrenamtlich in ihrer Kirchengemeinde mit.

Wie in vielen anderen Bereichen in der Kirche auch, nahmen mit 60 Prozent mehr Frauen als Männer an der Umfrage teil. Auch die Altersstruktur repräsentiert die Situation in den Gemeinden: 40 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind 66 Jahre und älter.

Gottesdienste, Gebets- und Gesprächsangebote sind den Gläubigen sehr wichtig, und sie wünschen sie sich auch für die Zukunft. Mehr als 60 Prozent bezeichnen sich als regelmäßige Kirchgänger. Die Eucharistiefeier am Wochenende darf für 65 Prozent der Befragten nicht fehlen. Dabei wünscht sich die große Mehrheit auch Gottesdienste mit besonderer Ausprägung wie Jugend- und Familiengottesdienste. Sehr ausgeprägt ist auch das Bedürfnis nach Möglichkeiten zum stillen Gebet in der Kirche. Die klassische Beichte verliert gegenüber dem seelsorglichen Gespräch für die Befragten an Bedeutung. Sehr wichtig ist allen aber das Angebot der Krankenkommunion.

Begegung mit und Hilfe von der Kirche wird überwiegend in den Bereichen Krankheit, Glaubensfragen, Alter und Verlust/Trennung gewünscht. Bei Arbeit, Erwerbslosigkeit und Lebensplanung wird weniger Wert auf Unterstützung von der Kirche gelegt.

In Bezug auf das caritative Engagement haben Besuchsdienste für die Menschen eine höhere Bedeutung als materielle Unterstützung und praktische Hilfsangebote wie Besorgungen und Behördengänge.

Veranstaltungen des Gemeindelebens wollen die Befragten auch in Zukunft wahrnehmen. Das gemeinsame Feiern von Pfarrfesten, traditionelle Wallfahrten und Freizeitangebote stehen dabei im Vordergrund des Interesses. Jugendgruppen, Chöre, Seniorentreffs werden wohl auch in Zukunft ihre Bedeutung nicht verlieren.

Gesprächs- und Bibelkreise, Exerzitien im Alltag und Pilgerfahrten sind Angebote zur Glaubensvertiefung, für die sich etwa zwei Drittel der Befragten interessieren.

Die Ergebnisse des Fragebogens fließen ein in die weitere Arbeit der Themengruppen und in die Erstellung des pastoralen Konzeptes für die neue Struktur des Dekanates Seligenstadt. Mehr Infos im Internet auf bistummainz.de/dekanat/seligenstadt/
 red

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