Mit dem Auto zum Nachbarn „Bei mir ist im Unterricht jemand eingeschlafen“

Während eines Austausches nach Brookfield lernten 20 Schüler mit zwei Lehrern der Einhardschule Seligenstadt, das Leben in den USA näher kennen. Foto: privat

Seligenstadt (zja) – Dem Abenteuer Schüleraustausch in den USA stellten sich 20 Schüler der Einhardschule Seligenstadt. Julia Eckert und Hans Schlegelmich begleiteten die Jugendlichen nach Brookfield. Die Stadt liegt im Bundesstaat Massachusetts und ist seit zehn Jahren Partnerstadt von Seligenstadt.

Tabea Dukatz und Hanna Pfriem waren zwei der Schüler, die für zwei Wochen das Leben in den USA kennenlernten. Nach der langen Reise nahmen ihre Gastfamilien sie in Empfang, trotzdem gibt Hanna zu: „Die Umstellung von Deutsch zu Englisch war am ersten Abend schon etwas schwer. Ich war total müde von dem langen Flug und dann haben alle Englisch gesprochen.“

Doch am nächsten Morgen habe alles schon viel besser geklappt, dank ihrer Gastfamilie, die sich Mühe gab, deutlich zu sprechen. „Ich hab mich bei meiner Familie total wohl gefühlt und wir haben uns alle sehr gut verstanden“, berichtet Hanna. „Stimmt, bei dir und deiner Familie hat es einfach richtig gut gepasst“, meint Tabea, die ebenfalls gut mit ihrer Austauschpartnerin und deren Familie zurecht kam. Durch ihre Austauschfamilien, die sie sofort in ihr Leben integrierten, konnten die beiden einen sehr guten Einblick in das Leben in den Staaten gewinnen.

Schnell zeigten sich einige Unterschiede. „Wir sind so oft Fastfood essen gegangen“, erzählt Tabea, die von sonst eine andere Ernährung gewöhnt ist. Hanna bemerkte, dass ihre Familie überall mit dem Auto hinfuhr, sogar zum Nachbarn. Weiter berichtet sie, dass sie immer alleine frühstückte: „Ich habe morgens alleine am Tisch gesessen, während der Rest Fernsehen geschaut hat.“

Auch der Unterricht an den Highschools in Brookfield verlief anders als an der Einhardschule. „Alles ist viel entspannter als in Deutschland. Zum Beispiel haben die Schüler die Antworten einfach reingerufen“, sagt Hanna. „Bei mir ist sogar jemand im Unterricht eingeschlafen.“, ergänzt sie Tabea. Neben dem Besuch der Schule standen noch Ausflüge auf dem Programm. Die Gruppe aus Deutschland besuchte die umliegenden Städte. Besonders beeindruckt zeigte sich Tabea von Chicago.

Zudem besichtigten die Schüler das Reservat der Oneida Nation und bekamen eine Führung durch das Lambeau-Field in Grennbay, dass Footballstadium der Greenbay Packers. Alle Schüler können auf zwei ereignisreiche Wochen zurückblicken und Hanna sowie Tabea sind sich einig, dass sich der Austausch definitiv gelohnt hat.

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