Aufführungen von „Ein Inspektor kommt“ mit Regisseurin Beryl Gabler

Warum musste Eva Smith sterben?

Mit dem Stück „Ein Inspektor kommt“, ein gesellschaftlicher Krimi mit mehreren überraschenden Wendungen, feierte das Theater am Main (TaM) im Riesensaal in Seligenstadt Premiere. Foto: Verein/privat

Seligenstadt (red) – Mit dem Stück „Ein Inspektor kommt“ feierte das Theater am Main (TaM) im Riesensaal in Seligenstadt Premiere. Die Gruppe um Regisseurin Beryl Gabler, die seit fast 20 Jahren in Seligenstadt anspruchsvolle Stücke auf die Bühne bringt, inszenierte diesmal einen gesellschaftlichen Krimi mit mehreren überraschenden Wendungen, in der eine anfangs harmonische Verlobungsfeier immer tiefere menschliche Abgründe zum Vorschein bringt.

Vor allem Klaus Götzelmann als Inspektor Goole zog mit seiner ruhigen Art und seiner eindrucksvollen Stimme das Publikum in seinen Bann. Dietrich Gabler als souveräner Industrieller Arthur Birling und Wilma Neu als dessen Gattin Sybil Birling, welche ständig um das Ansehen in der Gesellschaft bangt, waren dabei ebenbürtige Partner in den tiefgründigen Dialogen.

Liana Gelowicz als Tochter Sheila Birling brillierte mit einem Wechselbad der Gefühle - und Jens Chobotsky agierte überzeugend als ihr Verlobter Gerald Croft, der immer tiefer in die Geheimnisse um den rätselhaften Tod der scheinbar unbekannten Eva Smith hineingezogen wird.

Und auch David Kabbouria Lara gefiel sehr als Industriellensohn Eric Birling, der anfangs scheinbar gar nichts mit dem Vorfall zu tun haben scheint, dann aber auch sein Geheimnis verraten muss, welches ihn und die jungen Dame verbindet. Ergänzt wird das Ensemble von Edna, dem Dienstmädchen (gespielt von Ruth Müller, die nebenbei noch als Souffleuse agiert).

Die Darsteller schafften es bei der Premiere ausnahmslos, die gesellschaftlichen und menschlichen Spannungen überzeugend widerzugeben und den Zuschauern zwei Stunden kurzweilige Unterhaltung zu bieten, was mit einem langem Schlussapplaus belohnt wurde.

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