Eine Nachlese zur Fastnacht in Seligenstadt Namen und Nachrichten

(beko) Endlich vorbei, die närrische Zeit! Pause bis mindestens Elften Elften. Kein Helau, kein Halli Galli, kein Narrhallamarsch.

Endlich, sagen die einen. Schade, meinen die anderen.

Einige Abonnenten muss die Fastnachtsberichterstattung so auf den Geist gegangen sein, dass sie die Zeitung abbestellt haben. Hier in unserer fastnachtlich geprägten Gegend. Dass Fastnacht etwas mit Kulturgut zu tun hat, scheint nicht zu ihnen vorgedrungen zu sein. Vielleicht war’s ja auch nur eine willkommene Argumentationshilfe. Schade eigentlich!

Für einen Vollblutfastnachter fehlt mir zwar die Zeit, aber auch in dieser Saison waren es immerhin wieder sechs große Sitzungen und vier große Züge, die auf dem Redaktionsterminplan standen. Etwa 40 Stunden etwa, plus Artikel schreiben und Fotos bearbeiten.

Interessante Vergleiche lassen sich da ziehen, wie die Sitzungen sind, wie die Narren im Saal reagieren, wie Presse betreut und mit Infos versorgt wird, aber manchmal kommt man an den Rand der Belastung und würde gerne den einen oder anderen Termin an einen Mitarbeiter weitergeben.

Sei’s drum. Nachfolgend nun noch einige „Namen und Nachrichten“, die aus Redaktionssicht fastnachtlich eine Rolle spielten.

 

> Apropos Namen: Das Thema hatten wir ja schon. Vorab die richtigen - Prinzessin Tina und Prinz Gerald. Trotz sorgsamer Arbeit passiert’s eben, zum Glück nicht nur im Heimatblättsche, dass die Prinzessin zur Nadine und der Prinz zur Tina, auch mal zum Gerhard wird. Größe zeigt sich darin, dass man verzeiht und alles nicht so verbissen sieht.

> Einen Stadtorden gab’s für Christa Winter von der Hexengruppe Burkard. 50 mal dabei. Applaus!

> Als „goldenes Hochzeitspaar“ standen Hedi und Klaus Heeg auf der Froschhäuser Fastnachtsbühne, vertraten sozusagen - ähnlich wie die „Golden Girls“ in Hainstadt - die ältere Generation. Und die Redaktion freute sich über die positive Rückmeldung. Heutzutage auch nicht mehr so selbstverständlich...

> Absolut zuverlässige Arbeit liefert seit einigen Jahren der Pressesprecher des Heimatbundes, Michael Eiles. Dickes Lob!

> Auch in dieser Saison hat das Heimatblatt wieder zahlreiche Fußgruppen vorgestellt, dank Bettina Wurzel, die sich darum kümmerte.

> Das goldene Vlies erhielt ein Fastnachter, der sagt, was er denkt: Roland Wolf. Stark!

> Geradezu stürmisch erwartete unsere Mitarbeiterin schon Mitte Januar die ersten „Schwellköpp“ der Saison in der Bäckerei Haas. Unser imaginärer Redaktionsorden geht dabei allemal an die freundliche Mitarbeiterin Inge Loho, auch das muss mal geschrieben werden.

> Nicht nur Peter Machnik kann ein Lied davon singen, was es heißt, für den „Hexenrummel“ gerüstet zu sein. Nicht nur das Personal muss auf Zack sein in unserem Stammlokal im „Wilden Mann“ an der Aschaffenburger Straße, auch Chef und Chefin haben alle Hände voll zu tun. Alle Bilder abhängen, wieder aufhängen, wieder abhängen,... (Vor-)Hexenrummel halt.

> Noch haben wir vor dem Kurzurlaub nicht genau prüfen können, wie viele Pressefotos bei den großen Sitzungen und Zügen in der Region entstanden. Mehr als 5.000 dürften es wieder gewesen sein. Manche in den Online-Bildergalerien auf www.stadtpost.de und www.op-online.de

> Sicherlich noch mehr Fotos hat einer geschossen, der als Haus- und Hoffotograf des Heimatbundes seine Kreise zieht, seine tollen Fotos veröffentlicht auf www.blende64.eu und „dahinter blickt“ - unser Fastnachts-Mitarbeiter Michael Dippel.

> Kaum wagen wir’s zu schreiben, weil Fastnacht oft ja eine ernste Sache ist, aber wir sind ja mitunter auch die „Stimme des Volkes“. Im hinteren Drittel der Säle macht sich mit voranschreitender Zeit Unruhe breit. Schlecht für die, die zuhörern wollen. Und auch eine Reduzierung von „Zugaben“ und „Trinksprüchen“ wird hin und wieder kritisiert.

> Dazu passt das Rumpelstilzchen des Kölner Karnevals, das Kritik übt an der Fastnacht, das nicht nur den Politikern, sondern auch den Narren den Spiegel vorhält. Einfach deshalb, dass reflektiert und übe Neues nachgedacht wird. Es gilt, Neues und Altes miteinander zu verknüpfen...

> Und noch das unsägliche Thema schlechthin: Ist ihnen mal aufgefallen, auf wie vielen Plakaten hierzulande nicht für Fastnacht, sondern für Fasching geworben wird? Geht da so langsam eine Kultur, eine Geschichte baden, tendiert Fastnacht in die falsche Richtung...?

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