150 JAHRE ST. MARGARETA Pfarrgemeinde feiert gleich doppelt Neuer Kirchplatz ist fertig

Neue Bänke und Bäume: Der frisch sanierte Kirchplatz der Pfarrgemeinde kann sich sehen lassen. FotOS: BONIFER

Froschhausen – Die Pfarrgemeinde St. Margareta Froschhausen hat gleich zweimal Grund zur Freude. Zum einen hat sie Geburtstag und wird 150 Jahre alt. Das will die Gemeinde Ende des Monats groß feiern. Zum anderen ist die Neugestaltung des Kirchplatzes abgeschlossen.

Seit mehr als zehn Jahren haben die Verantwortlichen darüber nachgedacht, den Platz zu erneuern. Dabei ging es nicht nur darum, der Pfarrkirche in Froschhausen einen würdigen Platz zu verschaffen. Vielmehr war der Platz in einem derart schlechten Zustand, dass er zu einem Haftungsrisiko geworden war. Der alte Teerbelag wies Risse und Löcher auf. Auch die alten Baumstümpfe mussten beseitigt werden.

Das Problem, so der stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrates, Peter Ott, war aber, dass das Bistum in Mainz für die Sanierung des Platzes keinen Zuschuss gewährte.

Doch Pfarrgemeinde- und Verwaltungsrat standen und stehen immer noch vor großen Herausforderungen: Denn die Platz-Sanierung war nicht die einzige Maßnahme, die es umzusetzen galt. Das Kirchdach, die Sakristei, die Elektrik in der Kirche, die Orgel – überall bedarf es finanzieller Mittel.

Also haben die Gremien der Pfarrgemeinde speziell für den Kirchplatz eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Mehr als 100 000 Euro kamen zusammen. Außerdem wurden Pläne erarbeitet, das Wünschenswerte vom Machbaren getrennt und sogar ein Bauausschuss gegründet.

Schließlich wurde die Neugestaltung des Kirchplatzes in Angriff genommen: Neben den Spenden halfen dabei auch Menschen mit ihrem Engagement und die Stadt Seligenstadt – mit der die Maßnahme auch im Hinblick auf die angrenzenden Straßensanierungen abgestimmt wurde – ebenso wie der immer ansprechbare und unterstützende Pfarrer Holger Allmenröder.

Der Wunsch aller Beteiligten dabei: Nicht nur für die Pfarrgemeinde, sondern auch für die politische Gemeinde etwas Positives bewirken.

„Der Platz hat auch eine Funktion gehabt, die wir ihm wieder geben wollen“, so Peter Ott weiter. „Er soll Begegnungsstätte sein und die Möglichkeit bieten, sich auszutauschen.“ Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Es gibt weite Flächen und klare Strukturen, Bänke und eine Begrünung, die sich anlehnt an die ehemals in Froschhausen entlang der Offenbacher Landstraße stehenden Bäumchen.

Die ehemalige Glocke der Kirche, die derzeit noch im Schwesterngarten steht, wird noch aufgestellt. Das, so die Verantwortlichen, habe man vor dem Fest nicht mehr geschafft, aber diesen aus der Gemeinde herangetragenen Wunsch habe man nicht vergessen.

Die zahlreichen Rückmeldungen aus der Gemeinde sind überwiegend positiv und voll des Lobes. Besonders stolz sind die Verantwortlichen auf die Beleuchtung. Neben den auf dem Platz versenkten Leuchten ist auch die Beleuchtung der Kirche selbst eingeplant worden.

Die hell erleuchtete Kirche ist auch am kommenden Festwochenende am 31. Juli und 1. August zu bestaunen. Dort steht Samstagabend „Illumination der Kirche“ auf dem Programm. Dabei wird die Pfarrkirche in vollem Glanz erstrahlen. Die Pfarrgemeinde möchte die Einweihung außerdem dazu nutzen, den vielen Helfern und Spendern, die diesen Platz erst möglich gemacht haben, zu danken.
 zbo

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