Wein- und Liederabend des Gesangvereins Liederkranz Zellhausen

Zum Start „Alte Säcke“

Auch der gemischte Chor der TG-Mix aus Seligenstadt unter der Leitung von Christoph Dombrowski war mit dabei beim Wein- und Liederabend des Liederkranz Zellhausen. Foto: ha

Zellhausen (red) – Beim Weinabend des Gesangvereins Liederkranz Zellhausen zur Eröffnung der Kulturwochen in Zellhausen gab es nicht nur einige verschieden gute Tropfen aus Rheinhessen zu verköstigen, sondern die eingeladenen und gastgebenden Chöre boten ein abwechslungsreiches Stelldichein mit vielfältigen Kompositionen.

Schon zu Beginn stellten sich die Chorfreunde Zellhausen / Seligenstadt humorig als „Alte Säcke“ vor, aber auch mit ihrem Weinlieder-Potpourri bewiesen sie dem Saal, dass sie noch nicht zum alten Eisen gehören. Der gemischte Chor der TG-Mix aus Seligenstadt unter der Leitung von Christoph Dombrowski betrieb auch Nabelschau mit „Warum singe ich eigentlich im Chor“ und gab mit Sing and chant it die passende Antwort aus der Renaissance. Schließlich fanden sie einen thematisch passenden Sonnenstrahl und beschlossen darauf „Wir bleiben noch hier!“.

Das Bleiben hat sich auch gelohnt, denn die stimmenmäßig stärkste Chorgruppe des Abends kam aus der Nachbarschaft mit der Sängervereinigung Mainflingen. Der gemischte Chor bereitet sich derzeit intensiv auf die Aufführungen der „Udo Jürgens Story“ Ende des Monats vor. Souverän vom Flügel leitete Werner Utmelleki und bot sehr gute Appetithappen mit drei Stücken aus dem Gesamtprogramm an. Der Chor präsentierte die nicht einfachen Werke sehr sicher und trotzdem mit angebrachter Lockerheit.

Nun kamen die Sänger des Männerchores der Turngemeinde Seligenstadt auf die Bühne und wieder gelang es Christoph Dombrowski, einen weiten Reigen von klassischen Werken (Schuberts Trinklied) bis zu neuer Chormusik mit „der kleine Teddybär“ von Thomas Fillep zu spannen.

Moderator Gary Prott präsentierte danach den Frauenchor des Liederkranz Zellhausen. Auch wenn hier der Herbst mit seinen Erkältungen zugeschlagen hatte und auch vor dem Dirigenten Roman Zölller nicht Halt gemacht hatte, ließen die Frauen sommerlich die Schwalben von Friedrich Smetana fliegen. Weiterhin preisten sie „Drei schöne Dinge fein“ und die Musik mit den Viva La Musica. Viel zu früh verstorben ist der Arrangeur des Werkes „zum Tanze da geht ein Mädel“, Hubertus Weimer.

Pünktlich kamen an diesem Abend aus Bayern der gemischte Chor des Frohsinns Sommerkahl mit dem Chorleiter Werner Fleckenstein. Auch wenn sie in den Mambo von Herbert Grönemeier besangen, dass die Parkplatzsuche schwierig ist, kann das kaum auf Zellhausen oder ihr Zuhause im Kahlgrund bezogen gewesen sein. Nein, dieser Chor fühlte sich zum wiederholten Mal in Zellhausen wohl und wagte auch seine eigene Premiere mit „Liebeskummer lohnt sich nicht!“ von Lorenz Maierhöfer. Eigentlich ging der Abend mit Gary Prott als charmantem, eloquentem Moderator und den klassischen Werken des Männerchores des Liederkranz viel zu schnell zu Ende, aber es kam noch vorher zu einem guten Schluck swingender, moderner a cappella Chormusik mit den Harmonizern aus Zellhausen unter der Leitung von Elisabeth Neyses: Optisch und akustisch machte es Spaß, die Story über den ganz bösen Leroy Brown zu hören, ihren Sweet Dreams zu lauschen, auch wenn man dann schnell in Oliver Gies „Warteschleife“ gefangen sein konnte.

Aber da kann einen ja dann der „Angel“ von Robby Williams retten. Dieser Engel wäre sicher auch gerne etwas bei diesem gelungenen Abend vorbeigekommen und geblieben.

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