Neue Nester und Ansiedlungen, aber auch Gefahren Störche sind im Ostkreis willkommen

In zehn Meter Höhe haben dieser Tage Beschäftigte der Energienetze Offenbach GmbH (ENO) einen kreisrunden Weidenkorb an einem extra für diesen Zweck aufgestellten Mast befestigt.

Seligenstadt/Mainhausen (red) – Erstmals beziehen Störche das von Peter Rühl auf seiner Pferdekoppel in Seligenstadt angebotene Storchennest. 2018 errichtet, fand es dieses Jahr ernsthafte Interessenten die nun fleißig mit dem Ausbau und der Vorbereitung für die Brut beschäftigt sind. Die großflächige grüne Koppel um den Standort herum ist ein idealer Fleck dafür.

Da die Störche natürlich auch auf den umliegenden Feldern zur Nahrungssuche unterwegs sind, wird leider auch die Unvernunft mancher Menschen deutlich. Grundstückseigner in der Umgebung des nahen Rödchesweges berichten von vielen Hunden die, trotz der zurzeit geltenden Anleinpflicht, frei in der Gegend herum laufen. Dabei kommt es unter anderem auch zu Verfolgungen der auf den Feldern Nahrung suchenden Störche.

Bleibt zu hoffen, dass die Störche ihre Ruhe finden – genauso wie in Mainhausen. Denn auch dort ist ein neues Storchennest entstanden.

In zehn Meter Höhe haben dieser Tage Beschäftigte der Energienetze Offenbach GmbH (ENO) einen kreisrunden Weidenkorb an einem extra für diesen Zweck aufgestellten Mast auf einem Feld des Ortsteils Zellhausen der Gemeinde Mainhausen befestigt. Der Horst soll als Brutstätte für Störche dienen. Der Offenbacher Netzbetreiber entsprach damit einer Bitte des Ortsverbands Seilgenstadt, Hainburg und Mainhausen des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND).

Laut dem BUND-Ortsverband stehen Störche noch immer auf der roten Liste der gefährdeten Arten. In den vergangenen Jahren hatten sich dem BUND zufolge nur wenige Störche zum Nisten in dieser Gegend niedergelassen. Nach wie vor fehlten neben den geeigneten Nestplätzen auch die passenden Lebensräume. Störche bevorzugten vor allem Sümpfe, feuchte Wiesen, flache Gewässer und offene Landschaften. Mit dem neuen Standort hofft der Ortsverband eine ideale Umgebung mit einem hervorragenden Nahrungsangebot gefunden zu haben, das einen weiteren Anreiz zum Nisten schafft.

In den vergangenen Jahren hat die ENO immer wieder unterschiedliche Naturschutzprojekte umgesetzt. So sind zum Beispiel 25 Nistkästen für Mauersegler auf dem Betriebsgelände der Energieversorgung Offenbach AG (EVO), der ENO-Muttergesellschaft, aufgehängt worden. Darüber hinaus sind im Kreis Offenbach in den vergangenen Jahren immer wieder Nester für Störche, Baumfalken und Mehlschwalben an ENO-Netzstationen oder auf Masten befestigt worden. Zuletzt sind zusammen mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Heusenstamm (SDW) in einer gemeinsamen Aktion rund 45 Vogelschutzarmaturen auf der 110.000 Kilovoltleitung (110 kV) auf dem Patershäuser Feld im Heusenstammer Wald befestigt worden.

Die ENO ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Energieversorgung Offenbach AG (EVO). Zu ihren Kernaufgaben zählen Planung, Bau, Betrieb und Instandhaltung der Verteilernetze inklusive Netz- und Hausanschlüssen.

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