Bilanz nach der Zug-Absage / Sicherheit gewährleistet / Elf „Wildpinkler“ verwarnt Trotzdem: 7.000 feierten in der Altstadt ausgiebig

Trostlos sah es aus kurz nach der Absage des Rosenmontagszuges, auch wenn danach auf dem Marktplatz noch kräftig gefeiert wurde. Unmittelbar nach dem schweren Hagelschauer entstand dieses Foto an der Aschaffenburger Straße. Foto: beko

Seligenstadt (beko/red) – Es sei nicht einfach für ihn gewesen, den Rosenmontagszug abzusagen, so der Heimatbundvorsitzenden Richard Biegel in einer Bilanz von Heimatbund, Stadt und Polizei. Doch die starken Windböen, Hagel- und Regenschauer bestätigten letztlich die Entscheidung, auf das närrischen Treiben aus Sicherheitsgründen zu verzichten. Bereits im Vorfeld hielten durch Sturmböen umgestürzte Bäume die Feuerwehr auf Trab.

Trotz allem feierten 5.000 bis 7.000 Menschen in der Altstadt ausgiebig. Die Sicherheitsvorkehrungen samt Glas- und Durchfahrtsverbot wurden daher bis 18 Uhr aufrechterhalten. Insgesamt gewährleisteten rund 500 Einsatzkräfte aus Polizei, Feuerwehr, THW, DLRG und DRK, Heimatbund-Security und Stadt die Sicherheit.

Wie Polizeichef Josef Michael Rösch berichtete, kontrollierten die Beamten 154 Personen und führten 136 Jugendschutzkontrollen durch. 22 Platzverweise wurden ausgesprochen. Es kam zu elf vorläufigen Festnahmen wegen Körperverletzung, Diebstahl und mehreren Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. 14 Strafanzeigen wurden bislang erstattet. Es erfolgten 20 Sicherstellungen, sieben so genannte Anscheinswaffen wurden eingezogen. Die Polizei verwarnte zudem elf „Wildpinkler“ gebührenpflichtig. Ein Kind, das seine Großeltern verloren hatte, wurde im Feuerwehrhaus betreut und konnte nach kurzer Zeit in deren Obhut zurückgegeben werden.

Ein Vorfall ereignete sich gegen 16.40 Uhr im Bereich der Palatiumstraße. Dort wurde ein 16-Jähriger von einer etwa sechsköpfigen Gruppe attackiert.

In der Zentralambulanz im Riesen mussten lediglich zwölf Menschen behandelt werden. Drei Jugendliche und zwei Erwachsene wurden wegen Alkoholvergiftung eingeliefert. Vier Personen mussten chirurgisch versorgt werden.

Mit Schließung der Ambulanz um 18 Uhr wurden drei Personen in die Asklepios-Klinik verlegt, ein renitenter Hanauer verbrachte die Nacht in der Ausnüchterungszelle der Polizei.

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