Musical „Tuishi Pamoja“ des Kinderchors Zellhausen begeisterte im Bürgerhaus

Zusammen leben in einer Welt ohne Vorurteile

Klein Zebras, Löwen und Giraffen waren unterwegs im Bürgerhaus Zellhausen beim Musical „Tuishi Pamoja“ des Kinderchors. Foto: zja

Zellhausen (zja) – Aufgeregt rennen kleine Zebras, Löwen und Giraffen durch das Bürgerhaus in Zellhausen. Es ist viertel nach drei und das Musical des Kinderchores aus Zellhausen startet in 15 Minuten. Ein letztes Mal werden Ton und Licht geprüft, dann geht der Spot an und das Musical „Tuishi Pamoja“ beginnt.

Seit Anfang des Jahres hat der Kinderchor unter der Leitung von Katja Berker intensiv daran geprobt. Rund 30, als Tiere verkleidete, Darsteller laufen auf die Bühne und beginnen zu singen.

Im Vordergrund zeichnen sich eine Giraffen- und eine Zebraherde ab. Immer wieder schauen das Zebrakind Zea und die kleine Giraffe Raffi zur anderen Herde. Doch beide werden sofort von ihren Müttern zurecht gewiesen. Denn Zebras und Giraffen können nicht befreundet sein, das gehört sich einfach nicht. Doch Zea und Raffi überlegen, ob das wirklich stimmt. Rein theoretisch natürlich, die beide würden doch nie auf die Idee kommen, miteinander zu sprechen. So weit kommt’s noch! Ganz in ihre Überlegungen vertieft, bemerken beide die Löwen nicht, die sich an ihre Herden anschleichen. Raffi und Zea können gerade noch entkommen, werden während der Flucht aber von ihren Herden getrennt und irren nun alleine in der Dunkelheit durch die Savanne. Als sich die beiden schließlich begegnen, kommt es zu einem fürchterlichen Streit. Beide wollen zwar nicht mehr alleine sein, können aber die Ermahnungen der Erwachsenen nicht vergessen. Sie trauen sich nicht über ihren Schatten zu springen, um sich ein eigenes Bild vom anderen zu machen. Beleidigt setzen sie sich in verschiedene Ecken. Drei flinke Erdmännchen, die durch Zeas und Raffis Streit in ihrer Nachtruhe gestört wurden, können die beiden schließlich überzeugen, dass sie zusammen stärker sind als allein. Die beiden erkennen, dass es völlig egal ist, welcher Herde sie angehören – sie können trotzdem befreundet sein. Gemeinsam kehren sie am nächsten Morgen zu ihren Herden zurück und überzeugen diese, dass der alte Streit, ob nun Streifen oder Flecken besser sind, völliger Quatsch ist. So singen alle gemeinsam Tuishi Pamoja: „ Wir wollen zusammen leben – in einer Welt ohne Vorurteile und mit mehr Toleranz.“ Am Ende des Musicals und unter großem Applaus des begeisterten Publikums verbeugen sich die Kinder mit einem stolzen Lächeln im Gesicht. Nach der Zugabe verschwinden die Kinder wieder hinter dem Vorhang und mit ihnen auch die afrikanische Savanne aus Zellhausen.

Die Ohrwürmer des Publikum lassen sich wohl nicht so leicht vertreiben, und so geht der ein oder andere mit einem Summen auf den Lippen nach Hause.

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