Wettstreit um die gute Sache

„Weihnachten im Schuhkarton“ in Babenhausen: 222 Pakete

Die Bachgauschüler Luis Bussalb (von links), Marius Stübbe und Allegra Wolf vor einem Teil der am Oberstufengymnasium gesammelten Kartons.   Foto: p

Babenhausen (nkö) – 222 Paar leuchtende Kinderaugen wird es an Weihnachten in armen Regionen Europas und der Welt geben, wenn die Pakete aus Babenhausen geöffnet werden. „Weihnachten im Schuhkarton“ heißt die seit einigen Jahren im deutschsprachigen Raum durchgeführte Geschenkaktion, bei der diese mit Spielzeug, aber auch Pflegeprodukten wie Zahnbürste und Zahnpasta befüllt werden.

Die Sammelstelle in Babenhausen leitet ehrenamtlich Simone Finn, die nun freudig und dankbar mit der Schnapszahl „222“ die in diesem Jahr auf den Weg gebrachte Schuhkartonzahl vermelden durfte. Ihr Dank gilt allen Privatpersonen und Firmen, die sich an der Aktion mit Spenden beteiligt haben sowie den unermüdlichen Helfern.

„Auffallend in diesem Jahr war, wie bedacht und liebevoll gepackt wurde. Mitmachende scheinen die Bedingungen gut zu kennen und zu beachten“, berichtet Finn. Sie merkt aber auch an, dass vor allem Mädchen bedacht werden. „Vielleicht können sich einige langjährig Beteiligte im nächsten Jahr bewusst für das Packen von Schuhkartons für Jungs entscheiden“, so Finn. Das sei ihr ein Herzensanliegen. Ideen hierfür hat sie reichlich: ein Fußball mit Ballpumpe, Bälle im Allgemeinen, Puzzle, Jojo, Zirkel, Rubik-Würfel, Mundharmonika, Holzkonstruktionsbausatz, Dynamotaschenlampe, Solartaschenrechner, Flugzeuge oder Spielzeugautos.

Mit großem Einsatz

Als „legendär“ bezeichnet Finn den Einsatz der Schüler und des Lehrerkollegiums an der Bachgauschule. Alleine von dort sind 118 gefüllte Schuhkartons gekommen.

Wie Gabriele Gottschalk, Leiterin des Oberstufengymnasiums, berichtet, lief die Aktion dort über zwei Wochen und wurde vom Vorstand der Schülervertretung, unterstützt von den Verbindungslehrern Diana Jacquet und Andreas Keil, organisiert. Zwischen den Tutorien sei dabei wieder ein regelrechter Wettkampf entstanden, welches Tutorium die meisten Schuhkartons befüllt. Als Ansporn für das Packen erhält das fleißigste Tutorium nämlich einen Preis: Punsch und Lebkuchen für seine Weihnachtsfeier. Da die Tutorien der Bachgauschule unterschiedlich groß sind, wird ein Quotient von Anzahl der Schüler und den gepackten Schuhkartons errechnet. Mit 25 Päckchen bei 19 Schülern siegte dieses Jahr das Biologie-Tutorium von Andreas Keil. Dabei ging die Gruppe strategisch vor. Sie wartete ab, wie viele Päckchen der härteste Konkurrent, ebenfalls ein Biologie-Tutorium, abgab und packte dann noch weitere Geschenke, damit es zum Sieg reichte.

„Sieger dieses Wettstreites sind auf jeden Fall die Kinder, die an Weihnachten die Schuhkartons von der Bachgauschule öffnen und sich über die Geschenke freuen werden“, so Gottschalk.

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