Stadt startet mehrsprachige Kampagne zu Corona-Schutzmaßnahmen Baken, Banner und Plakate sollen helfen, Leute aufzuklären

Appell an alle Bürger der Kreisstadt: Bürgermeister Jürgen Rogg (links) und Erster Stadtrat Dieter Lang stellten die mehrsprachige Aufklärungskampagne der Stadt zu den Corona-Schutzmaßnahmen vor. Foto: Wittekopf

Dietzenbach (bw) – Geduld und Disziplin sind die Tugenden, die durch den ersten Lockdown im Frühjahr geführt haben. In den vergangenen Wochen und Monaten hat die Disziplin dann aber bei vielen nachgelassen, die die Sicherheitsmaßnahmen wurden allzu oft vernachlässigt. Das Ergebnis: ein deutlicher Anstieg der Fallzahlen, auch in der Kreisstadt, und ein zweiter Teil-Lockdown.

Auch in Dietzenbach halten sich längst nicht alle überall an die gebotenen Regeln, halten Abstand zueinander, tragen Maske. Erst kürzlich berichtete die Dietzenbach-Redaktion der Offenbach-Post über entsprechende Beschwerden in Bezug auf das Östliche Spessartviertel. Wo beobachtet wurde, dass es dort gerade in Aufzügen, Eingangsbereichen und Treppenhäusern immer wieder zu unkontrolliertem Gedränge kommt.

Um solchen Fällen künftig vorzubeugen und um die Dietzenbacher grundsätzlich an die aktuell so wichtigen Regeln zu erinnern, startet die Stadt nun eine Aufklärungskampagne. Die „mehrsprachige Kommunikationsoffensive“ präsentierten Bürgermeister Jürgen Rogg und Erster Stadtrat Dieter Lang in der Kita IX an der Rodgaustraße. Mit Banner, Signal-Baken, Stoppern, Plakaten und Flyern in den Sprachen Englisch, Türkisch, Arabisch und Urdu will die Stadtverwaltung an die Vernunft aller Dietzenbacher Bürger appellieren und deutlich machen, wie entscheidend die Einhaltung der Corona-Regeln noch immer ist.

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„Auch wenn die AHA-L-Regelung (Alltagsmasken, Hygiene, Abstand und Lüften) allen in Fleisch und Blut übergegangen sein müsste, sehen wir hier dennoch noch einen Bedarf an Impulsen, Erinnerungen und Aufklärung“, sagt Rathauschef Jürgen Rogg zu den Hintergründen der Kampagne. Dafür seien die plakativen Botschaften, bewusst mehrsprachig erstellt worden. Sein Appell, in dem er sich Anfang November an die Dietzenbacher gerichtet hatte, wurde bereits in vier Sprachen übersetzt. „Dies alles wird an den unterschiedlichsten Stellen genutzt, um die Menschen zu erreichen“, erläutert Lang. Man trage so der Internationalität der Kreisstadt Rechnung.

Die neuen Banner hängen bereits an verschiedenen Orten im Stadtgebiet. Beim Verteilen der Flyer und beim Anbringen der Plakate in Treppenhäusern, Aufzügen, Geschäften und Vereinshäusern ist die Verwaltung nun allerdings auf die Mitarbeit der entsprechenden Hauseigentümer und -verwaltungen angewiesen. „Wir können auf privatem Grund nicht aktiv werden“, sagt Rogg. Auch die Möglichkeit, die Zielgruppen aktiv anzuschreiben sieht er nicht: „Wir stehen nur mit einigen Hausverwaltungen in direktem Kontakt“,berichtet er. „Bei allen anderen müssten wir die Adressen aus Datenbanken raussuchen.“ Das sei zum einen personell nicht zu stemmen und aus Datenschutzgründen sowieso nicht erlaubt. Allerdings können sowohl Flyer als auch Plakate in verschiedenen Größen und Ausführungen von auch Hauseigentümern und Geschäfts- und Vereinsleuten über die Website der Stadt, auf dietzenbach.de/coronainfos, selbst bestellt werden. Die Signal-Barken, so der Plan, sollen zeitnah situationsabhängig an markanten Stellen platziert werden.

Ob die Kommunikationsinitiative der Stadtverwaltung nun tatsächlich Wirkung zeigt, sollen in einiger Zeit Integrationslotsen und Stadtpolizeiberichten, heißt es vonseiten der Verantwortlichen. Die Corona-Homepage der Stadt jedenfalls verzeichne seit einigen Wochen steigende Besucherzahlen.

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