Zum 30. Geburtstag des Veranstaltungshauses gab es einen neuen Namen und einen Blick hinter die Kulissen Bürgerhaus heißt nun Capitol

Bei einer Führung durch das ehemalige Bürgerhaus und jetzige Capitol durften die Besucher auch einen Blick hinter die Kulissen werfen und wurden auch auf und hinter die Bühne geführt. Foto: Wittekopf

Dietzenbach (bw) – Das Bürgerhaus steht seit 30 Jahren in der Mitte der Kreisstadt und ist der kulturelle Mittelpunkt Dietzenbachs. Gute und weniger gute Zeiten haben ihre Spuren an dem Gebäude hinterlassen, doch in den vergangenen drei Jahren hat es wichtige Sanierungsmaßnahmen gegeben, damit die Kultur- und Begegnungsstätte wieder in die Zukunft schauen kann.

Bei einem „Tag der offenen Tür“ wurde dieser runde Jahrestag am Sonntag gebührend gefeiert. Gleichzeitig feierte das „Bürgerhaus Dietzenbach“ Geburtstag, denn es hat einen neuen Namen bekommen

„Wer neue Wege gehen will, der muss alte Pfade verlassen!.“ Mit diesen Worten begrüßte Bürgermeister Jürgen Rogg die Gäste. „Seit genau 30 Jahren ist dieses Haus mit seiner imposanten Architektur ein kulturelles und gesellschaftliches Zentrum in unserer Stadt.“

Mehr als 2.000 Veranstaltungen und mehr als 5.000 Kinovorführungen haben in diesem Haus stattgefunden. „Wir schätzen die Zahl der Gäste, die dieses Haus seitdem besucht haben, auf 1,5 Millionen“, so Rogg.

Doch die Ausstattung und die Struktur des Hauses musste laut Rogg in Frage gestellt werden. „Die Gesellschaft hat sich weiterentwickelt und die Bedürfnisse an die Freizeitgestaltung ebenso.“ Der Rathauschef beschrieb, dass die Sicherheitstechnik nicht mehr dem Standard entsprach. Doch jetzt sei alles auf dem neuesten Stand und man könne nun in die Zukunft schauen.

Rogg lobte auch das neue Team der Ratsstube..„Mit Andrea Robens und Aman Singh haben wir neue Pächter gefunden, die Gastfreundlichkeit, Kreativität und Qualität auf höchstem Niveau bieten“, so der Rathauschef.

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Nachdem das Haus von innen renoviert sei, müsse die Stadt „nach außen gehen und Unternehmen akquirieren, die hier ihre Festivitäten oder Jahreshauptversammlungen abhalten „,denn am Ende muss die „Schwarze Null“ stehen. Dazu muss aber auch ein neuer zukunftsweisender Name her. „Das Bürgerhaus bietet sehr viel mehr, als es der alte Name vermuten lässt“, sagte Rogg. Ein Team habe sich gebildet und nach einem neuen und innovativen Namen gesucht. „Wenn wir nach oben schauen, dann sehen wir die charakteristische Kuppel“, sagte Rogg. „Es ist eines der wichtigen Alleinstellungsmerkmale für das Haus und unterscheidet uns von allen Kulturhäusern im Umkreis.“ Deshalb solle das Haus ab sofort „Capitol Dietzenbach“ heissen. Bei der Namensgebung habe man die Kosten berücksichtigt. „Das Logo bleibt nahezu erhalten, schrittweise werden man den Namen einführen.“ Die großen Lettern über dem Eingang seien in die Jahre gekommen und müssten sowieso ausgetauscht werden. Dieses habe man bis zum heutigen Tag rausgezögert.

Der neue Name kommt bei den wenigen Gästen gut an, jedenfalls spenden die Gäste reichlich Applaus. Altbürgermeister Jürgen Heyer findet den neuen Namen „völlig in Ordnung“, Andrea Robens freut sich auf den neuen Namen, da er innovativ sei, Erster Stadtrat Dieter Lang findet den Namen „sehr passend“, Dr. Christoph Meier, Vorstand der Energieversorgung Offenbach EVO findet den Namen gut, denn „er passt wunderbar zu dem Gebäude“. Aber es gab auch einige kritische Stimmen: „Den Namen Capitol gibt es doch schon in Offenbach“ ist von Peter Werkmann und Daniela Schuth zu hören. Jürgen Heyer und Gottfried Kuzelka kritisieren, dass die Geburtsstunde des Hauses in der Rede des Bürgermeisters unerwähnt blieb. „Das war ein richtiger Kampf vor 30 Jahren und es gab sehr viel Widerstand“, sagte Kuzelka. „Nur durch das Engagement einiger ist es überhaupt zum Bau gekommen.“ „Na ja, es war im Vorfeld wohl sehr hoch gekocht“, kommentierte Artus Rosenbusch den neuen Namen. „So haben wir es doch schon immer genannt“.

Und er erinnerte sich an eine bemerkenswerte Feier. „Als das Haus noch nicht einmal ein Jahr alt war, da haben die Vorstände der vier Tennisclubs Dietzenbach beschlossen, eine gemeinsame Feier auszurichten“, erzählte er. „Wir wussten nicht was uns erwartet, aber es kamen immer mehr Menschen und wir mussten alle Tische und Stühle ranholen, damit alle einen Platz haben.“ Sehr beengt sei es gewesen, aber ungeheuer lustig.

Begleitet wurde der „Tag der offenen Tür“ von einem bunten Rahmenprogramm. Ein kleines Weinfest mit Weinstand war im Capitol aufgebaut. Im Theaterbistro unterhielten die Dietzenbacher Musikvereine „TGS-Chor“ , „Arbeitergesangsverein“, „Musikervereinigung“ und der „Handharmonika-Club Ahoi“ die Gäste. Auch an die Kleinsten war gedacht. Spielmöglichkeiten und die musikalische Früherziehung fanden ihre Anhänger. Natürlich gehörte auch eine Führung durch das Haus dazu. Sven Reichard und Joel Schepermann vom Team des „Capitol Dietzenbach“, geleiteten die Teilnehmer in die unteren Gefilde „Irish Pub“, „Übungs- und Lagerräume“ und das Kino D, aber auch dorthin, wo die Technik sitzt und das Licht und den Sound steuert. Sogar hinter und auf die Bühne wurden die Gäste geführt und so mancher entdeckte doch etwas Neues.

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