Geringe Beute, aber hoher Schaden

Einbrecher wüten im Dietzenbacher Hundeverein-Clubhaus

Der stellvertretende Vorsitzende des Vereins für Schutz- und Gebrauchshunde, Volker Röder, zeigt die völlig verbeulte Tür, durch die die Einbrecher schließlich in das Gebäude gelangt waren. Foto: Dreger

Dietzenbach (sd) – Das rote Blinklicht der Alarmanlage haben die Täter abgeschlagen, die mit Bewegungsmeldern ausgestatteten Flutlichter wurden zerstört. Im Dunkel des Waldes, in dem das Clubhaus des Vereins für Schutz- und Gebrauchshunde an der Offenthaler Straße liegt, haben bislang Unbekannte, in der Nacht nach Christi Himmelfahrt im wahrsten Sinne des Wortes zugeschlagen.

„Stundenlang müssen sie gewütet haben“, erzählt Volker Röder. Der stellvertretende Vorsitzende des Vereins ist, wie alle Betroffenen erschüttert, von der brachialen Gewalt, mit der die Täter vorgegangen sein müssen. „Wir gehen von mehreren Tätern aus“, so Röder. „Einer alleine hätte sicher nicht so viel Schaden anrichten können“. In einem Werkstattraum finden die Einbrecher unter anderem einen Pickel. Damit versuchen sie sich an weiteren Sicherheitstüren. Eine führt in einen Lagerraum, hier ist nichts zu holen und ein Weiterkommen in das Innere auch nicht möglich. Die Eingangstür des Gebäudes ist mit einem großen Schließriegel gesichert, zusätzlich ist vor der Tür ein Gitter angebracht. Dieses wird stark verbogen, die Tür schwer beschädigt. „Reingekommen sind die hier aber nicht“, sagt Röder.

Eine Seitentür zerstören die Täter fast vollständig. Trotz Metallverstrebungen, die in der Wand verankert sind, schaffen es die Einbrecher schließlich in die Küche einzudringen. „Das muss einen Höllenlärm gemacht haben“, sagt Röder. Das Vereinshaus liegt so abseits, dass es trotz allem niemand mitbekommt. Im Innern angekommen ist eine weitere Stahltür im Weg - sie wird ebenfalls mit roher Gewalt aus dem Schloss gerissen. Dahinter steht, neben einigen Vorräten, ein Stahlschrank. In diesem finden die Einbrecher die Wechselgeldkasse - große Beute ist aber auch hier nicht zu machen.

Ungutes Gefühl bleibt

„Ein paar Euro, mehr ist da nie drin“, erzählt Röder und wundert sich über die hohe Energie, die die Täter aufgewendet haben, um das alles zu zerstören. „Keine Ahnung, was sie gehofft haben hier zu finden“. Insgesamt vier Außen- und zwei Innentüren sind der Zerstörungswut der Täter zum Opfer gefallen - eindeutig mehr Schaden als Beute. Außer dem wenigen Kleingeld wurden zwei ältere Motorsägen und eine ausrangierte Kaffeemaschine mitgenommen. Zudem wurde die Gefriertruhe geplündert - Fleisch und Würstchen gestohlen. „Die Spirituosen haben sie stehen lassen“ wundert sich Röder.

Die Türen sind weitgehend repariert, die zerstörte Seitentür vollständig verschweißt. Der Wert der Beute ist gering. Was bleibt, ist ein ungutes Gefühl und der Schaden von rund 8000 Euro.

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