Dietzenbacher Weihnachtszauber lockt zahlreiche Besucher in den Museumshof „Einfach richtig gemütlich“

Beim Dietzenbacher Weihnachtszauber im Hof des Heimatmuseums war auch für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt. Foto: Dreger

Dietzenbach (zsd) – „Die sind ja richtig süß“, freut sich Besucherin Ulrike Rzeha und stöbert in der Auswahl an kleinen Mäusen aus Filzwolle, die am Stand von Franzisca Rubio zu finden sind.

Der Verein Für :Dietzenbach hatte zusammen mit dem Heimat- und Geschichtsverein zum vierten Dietzenbacher Weihnachtszauber in den Hof des Heimatmuseums an der Darmstädter Straße eingeladen, wo Handgemachtes und kulinarische Leckerbissen auf die Besucher warteten.

Vor rund einem Jahr hat Rubio die Arbeit mit Filz für sich entdeckt und seit dem so manches Thema in Mäusegestalt verarbeitet. Mal als Käsedieb zu erkennen, mal mit winzigen Filzluftballons in der Hand warten die Mäuse auf neugierige Blicke.

„Ich personalisiere die Mäuse auch, je nach dem, was gewünscht ist“, sagt Rubio. Das Brautpaar sei eines ihrer Lieblingsstücke. Jetzt, zur Adventszeit, seien die heiligen drei Könige der Renner, verrät die Dietzenbacherin.

Während nebenan, bei der Blumenwerkstatt Windlichter und Adventsgestecke zu finden sind, warten silberne Unikate, in Form von Muscheln, Bienenwaben oder Mohnblüten, als Ringe und Anhänger bei Schmuckdesignerin Kerstin Morland-Loehr darauf, entdeckt zu werden. Von Beginn an ist Ilse Keim mit dem Handarbeitskreis der Christusgemeinde mit Selbstgestricktem beim Weihnachtszauber dabei. Wolle komme als wärmende Kleidung wieder mehr in Mode, ebenso wie das Stricken selbst, und außer Mützen, Schals und Handschuhen stehen vor allem Socken hoch im Kurs, erläutert Keim. Der Renner am Stand seien die Sparsocken. „Für einen Notgroschen genau das Richtige, sozusagen Homebanking nach Großmutters Art.“

„Ich finde es toll, dass alles aus Dietzenbacher Handarbeit ist, was hier angeboten wird“, sagt die Für :Dietzenbach-Vorsitzende Barbara Scholze. Wer sich von innen heraus wärmen möchte, ist mit weißem Winzerglühwein von Deutschlands kleinstem, eingetragenen Weinberg, auf dem Wingertsberg gut beraten. „In diesem Jahr haben wir den Jahrgang 2015/2016 verarbeitet und der Erlös geht an die Feuerwehr, erläutert Weinbergbesitzer Stephan Gieseler. 35 Liter warten darauf, die Hände am Becher und den Bauch von innen zu wärmen. „Tut richtig gut bei diesen Temperaturen und er schmeckt schön süffig“, findet Besucherin Petra Schreiner. Mit Kartoffelsuppe, Schmalzbroten und einer Auswahl an frischen Häppchen ist auch für hungrige Gäste bestens gesorgt.

Das Museum steht den Besuchern derweil offen und lockt mit Fachkundigen Führungen und in der neuen Ausstellung „Kultur im Mittelalter“ geben Vorträge und Vorführungen Einblicke in die damaligen Handarbeitstechniken. Mit Adventsliedern der Dietzenbacher Musikervereinigung genießen die Gäste draußen weiterhin die vorweihnachtliche Geselligkeit. Das Treffen vieler Bekannter bei Kerzenschein, Live-Musik und vielen Leckereien hat für Besucherin Gisela Schiratis-Erlat einen besonderen Reiz. „Klein und fein, das ist hier einfach richtig gemütlich.“

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