„Schüler am Ziel, Lehrer am Ende“ Ernst-Reuter-Schule verleiht 159 Schülern Abschlusszeugnisse

„Was wir noch sagen wollten...“ Alle Abschlussklassen hatten Dankesreden oder sogar kleine Geschenke für ihre Lehrer vorbereitet. Foto: p

Dietzenbach (red) – 159 Schüler aus insgesamt sieben Hauptschul-, Realschul- und Gymnasialklassen der Ernst-Reuter-Schule bekamen im Rahmen einer akademischen Feier, die erstmals in der schuleigenen Turnhalle stattfand, ihre Abschlusszeugnisse überreicht. „Die richtige Location für einen Abschied“, sagte Schulleiter Georg Köhler zu den Abgängern.

 „Schließlich war das hier eure Schule“. Seine Freude über den zum Vorjahr signifikant besseren Notendurchschnitt und vor allem die Tatsache, dass dieses Jahr kein Schüler die kooperative Gesamtschule ohne Abschluss verlässt, brachte Köhler mit einem einzigen Satz zum Ausdruck: „Ich bin uneingeschränkt stolz auf euch“.

Mehr als zehn Prozent der Abgänger erreichten bei ihrem Zeugnisdurchschnitt eine Eins vor dem Komma. Zu den Jahrgangsbesten gehören Franziska Hildebrand, Aminullah Abed, Burcu Barak, Berkan Susan, Sali Yusufov, Yassin Boundoh und Mirkan Dogan. Besondere Beachtung verdienen laut Köhler zudem die Leistungen von Sumeja Mustafi (10aG), sowie Michelle Huong und Leonie Lüdke (beide 10bG), deren Zeugnisse das bestmögliche Ergebnis von 1,0 aufweisen. „Da stehen nur Einser drauf“, sagte der Schulleiter sichtlich beeindruckt.

Mit Musik und Sketch

Nacheinander und namentlich aufgerufen, wurde den Schülern, unter dem Applaus ihrer Mitschüler, Eltern und Lehrer, der Lohn für das jahrelange Pauken, in Form der heiß ersehnten Abschlusszeugnisse, vom jeweiligen Klassenlehrer überreicht. Mit „Seven Years“ von Lucas Graham und „Can´t Feel Your Face“ von „The Weekend“, schufen die Schüler, jeweils im Duett gesungen und mit Gitarre und Cajón begleitet, einen passenden musikalischen Rahmen für die Feier. Beim Sketch „Das Examen“ kamen auch die Lachmuskeln der Gäste nicht zu kurz. Dafür, dass mit Licht und Ton alles glatt über die Bühne ging, sorgten die Mitglieder der Technik-AG.

Auf das erheiternde Fazit der Schülervertretung, dass die Schüler jetzt am Ziel und die Lehrer am Ende seien, folgten Glückwünsche zum Ende eines gemeinsamen Lebensabschnitts und zum Beginn einer neuen Zeit.

Dank an die Lehrer

Das bisher erreichte werteten die Schüler derweil nicht alleine als eigenen Erfolg. Der große Dank aller Klassen, von denen jede eine kleine Rede vorbereitet hatte, ging an die Lehrer. „Wir waren ein ganz schön wilder Haufen. Keiner hätte gedacht, dass das bei uns was wird“, beschrieb eine Klasse ihre Anfangszeit an der Schule. „Die Lehrer aber haben an uns geglaubt, und wir sind eine Gemeinschaft mit Zusammenhalt geworden“.

Andere Schüler stellten einen Vergleich mit Holzrohlingen auf, die von den Lehrern - als Holzbildhauer - in Form geschnitzt wurden. „Jetzt sind wir selbst dran, mit Liebe zum Detail weiter an uns zu schnitzen“. Viel Schönes haben sie erlebt und an viele Highlights werden sie sich noch lange erinnern, so die übereinstimmende Meinung in allen Abschlussklassen. Einen Beweis dafür, dass sie neben gelernten Vokabeln, chemischen Formeln oder mathematischen Gleichungen auch ein großes Stück soziale Reife mit auf ihren weiteren Weg nehmen, traten die Schüler mit einem nachdenklich stimmenden Satz an: „In einer Welt, in der viele Kinder gar keinen Zugang zu Bildung haben, sind wir glücklich und dankbar, einen Schulabschluss erreicht zu haben“.

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