Bürgermeister Jürgen Rogg ruft zur Teilnahme an der Europawahl auf „Europa muss westliche Werte verteidigen“

Seine Stimme zur Europawahl hat Bürgermeister Jürgen Rogg nach eigenen Angaben am 20. Mai per Briefwahl abgegeben. Foto: Kreisstadt Dietzenbach

Dietzenbach (red) – Zur Europawahl, die am kommenden Sonntag, 26. Mai, stattfindet, hat Bürgermeister Jürgen Rogg einen Wahlaufruf mit dem folgenden Wortlaut verfasst.

„Liebe Bürgerinnen und Bürger, liebe Dietzenbacher und Dietzenbacherinnen,

mit der europäischen Einigung hat sich die Hoffnung auf Frieden in Europa erfüllt, nachdem Kriege und militärische Konflikte jahrhundertelang den Kontinent fest in der Hand hielten.

Dieser erfreuliche und wahrlich nicht selbstverständliche Zustand – wir müssen nur einen Blick in die vielen Krisengebiete dieser Welt schauen – wurde mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Dieser Frieden und diese Völkerverständigung sind ein Ergebnis jahrzehntelanger, gemeinsamer Arbeit, der Diplomatie und dem Austausch zwischen den Ländern, Kulturen und Menschen. Eine gemeinsame Währung, offene Grenzen im Schengen-Raum, Reisefreiheit und vieles mehr sind Errungenschaften, die ich nicht missen möchte.

Einige Kräfte in Europa wollen jedoch an vielen Dingen, die die europäische Wertegemeinschaft ausmachen, rütteln. Sie wollen das Kartenhaus Europa gänzlich einreißen und sehnen sich nach einer rückwärtsgewandten Zeit.

Die große Idee eines friedlichen und geeinten Europa muss von uns allen immer wieder neu erstritten werden. Eine breite Wahlbeteiligung und so viel wie

möglich PRO Europa Stimmen sind existenziell, um das Kartenhaus der Europäischen Union fest auf unserem Kontinent zu verankern, um dem massiven Gegenwind - auch global gesehen – Stand halten zu können.

Die aktuellen Ereignisse in Osteuropa oder die undurchsichtige Situation um den „Brexit“ zeigen, wie wichtig ein einiges und starkes Europa ist. Auch die Herausforderungen der Digitalisierung lassen sich isoliert in einem kleinen Nationalstaat nicht meistern. Es ist meine feste Überzeugung, dass Europa an dieser Stelle ein Globalplayer werden muss, um unabhängig und wettbewerbsfähig zu sein.

Europa ist angewiesen auf eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik. Es

muss geschlossen auftreten, wenn es für China, Russland, die USA und andere Mächte ein verlässlicher, aber auch respektierter Partner sein soll.

Die Europäische Union benötigt dringend eine gemeinsame Energie- und Umweltpolitik, um Klimaziele, Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit zu

erreichen. Deutschland braucht die EU als Heimatmarkt, um gemeinsam mit den Industrien der europäischen Partner global wettbewerbsfähig bleiben zu können.

Nicht zuletzt muss Europa seine westlichen Werte verteidigen, um Freiheit,

Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und den Frieden in Europa dauerhaft zu sichern.

Deutschland und Europa brauchen ein selbstbewusstes, kraftvolles und stabiles Europäisches Parlament, das alle Maßnahmen, Abkommen und Aktionen der EU demokratisch legitimiert.

Natürlich gibt es im Detail so manches zu kritisieren und zu bemängeln. Da mache ich kein Geheimnis daraus. Mit der ein oder anderen Entscheidung aus

Brüssel bin auch ich alles andere als glücklich. Da kann einiges noch verbessert werden, manches muss vielleicht sogar revidiert beziehungsweise überdacht werden.

Revidiert und leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden sollte jedoch keineswegs die bedeutsame Grundidee der europäischen Einheit, die durch die ganze

Bürokratie leider etwas in Vergessenheit gerät. Der einmal beschrittene Weg

eines vereinten Europas muss beibehalten und ausgebaut werden.

Bitte gehen Sie zur Wahl. Wählen Sie für Europa.

Vom 23. bis 26. Mai 2019 wählen die Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union zum neunten Mal das Europäische Parlament. Die Bundesregierung hat als Wahltermin für die Europawahl in Deutschland den 26. Mai bestimmt.

Das Europäische Parlament ist die demokratisch gewählte Vertretung von über 500 Millionen Unionsbürgerinnen und -bürgern und nimmt durch die EUGesetzgebung (zum Beispiel durch Richtlinien, Verordnungen, Entscheidungen und Empfehlungen) erheblichen Einfluss auf die Gesellschaft, Wirtschaft und Politik in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union.

Für unser Dietzenbach sind über 18.900 Wahlberechtigte aufgerufen, ins Wahllokal zu gehen. Ich selbst habe am 20. Mai bereits per Briefwahl von meinem Wahlrecht - und ja, es ist ein großes Recht, für dieses viele Millionen Menschen weltweit mit hohem Risiko dafür kämpfen – Gebrauch gemacht. Damit bin ich nicht allein, denn mit Stand heute (20. Mai, 15 Uhr) sind bereits über 2.650 Stimmen per Briefwahl eingegangen. Eine gute Tendenz, die Hoffnung macht, dass die Wahlbeteiligung steigen wird. Machen bitte auch Sie am 26. Mai von Ihrem Wahlrecht Gebrauch! Informieren Sie sich über die zur Wahl stehenden demokratischen Parteien und Gruppierungen. Jede Stimme zählt! Ihre Stimme zählt!

Ihr Bürgermeister Jürgen Rogg“

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