Schnee sorgt beim Weihnachtsmarkt für heimelige Atmosphäre

Frau Holle macht Treiben besonders besinnlich

In diesem Jahr machte Frau Holle das Treiben auf dem Dietzenbacher Weihnachtsmarkt besonders besinnlich: Schnee auf den Tannen und den Dächern der Stände sorgte für eine gelungene Atmosphäre auf dem Areal rund um den Stadtbrunnen. Foto: Dreger

Dietzenbach (scho) – Pünktlich zum ersten Adventswochenende können die Dietzenbacher und ihre Gäste über den Weihnachtsmarkt pilgern. Das hat langjährige Tradition. Unter der Regie der Stadtverwaltung öffnet für zwei Tage rund um den Stadtbrunnen ein Budendorf, das erste weihnachtliche Stimmung aufkommen lässt.

In diesem Jahr machte Frau Holle das Treiben besonders besinnlich: Schnee auf den Tannen und den Dächern der Stände sorgte für eine gelungene Atmosphäre. Die richtige Musik trug ebenfalls zum Weihnachts-Feeling bei, der Posaunenchor der evangelischen Martin-Luther-Gemeinde und ein Quartett der Musikschule spielten mit adventlichen Liedern auf.

Gemütlich schlenderten Marlene Bucher und ihre Tochter Maya an den Weihnachtshütten entlang. „Wir wollen nicht nur den ersten Glühwein des Jahres trinken, sondern auch nach ein paar kleinen Geschenken für den Nikolausabend suchen“, sagte die Mutter. Dafür gab es viele Gelegenheiten. Mit dicken Strümpfen, Schals und Mützen erinnerte mancher Händler an den Weihnachtsmarkt früherer Zeiten, als es noch Tradition hatte, dort den Wintereinkauf zu erledigen. Vielfältig waren ebenso die Handarbeiten und Basteleien der Vereine und Schulen: Christbaumschmuck, kleine Geschenkverpackungen, Wichtelmänner und –frauen, allerlei Engel und Sterne machten die Auslagen bunt.

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Einen internationalen Anstrich gaben dem Trubel Handgefertigtes und Köstlichkeiten, mitgebracht von Delegationen aus Dietzenbachs Partnerstädten. Seite an Seite hatten die Gäste aus Rakovnik in Tschechien und Masaya in Nicaragua ihre Stände aufgeschlagen und freuten sich über einen ordentlichen Besucherstrom. Regelrechte Warteschlangen gab es bei den Vertretern aus Neuhaus, die schon traditionell ihre original Thüringer Bratwurst mitgebracht hatten. Gute Geschäfte machte wie immer der Freundeskreis Kostjukovitschi mit adventlichen Kränzen und Gestecken.

Aber auch als Treffpunkt für jung und alt hat sich der Weihnachtsmarkt längst etabliert. So wanderten vor allem die Jüngeren vom Areal vor dem Frankenhaus, wo der Skistadel des Abijahrgangs 1996 der Heinrich-Mann-Schule seinen Stand aufgeschlagen hatte, über den unteren Bereich des Stadtbrunnen-Platzes Richtung Bahnhofstraße zu den Pfadfindern der katholischen St. Martin-Gemeinde.

„Hier einen Glühwein zu trinken und etwas zu essen gehört einfach dazu“, sagte Martin Wolf. Große Augen machten die ganz kleinen Besucher, als plötzlich der Nikolaus vor ihnen stand und ihnen aus seinem großen Jutesack eine Gabe überreichte.

Und was wäre ein Weihnachtsmarkt ohne Süßigkeiten. Einen reißenden Absatz hatte etwa eine junge Verkaufsmannschaft am Stand der Tanzgarde. Dort backte die 13-jährige Caroline fleißig Waffeln, zur Seite standen ihr kleine Helfer, der jüngste gerade mal fünf Jahre alt. „Bei uns gibt es nur Puderzucker dazu, keinen Aufstrich oder so, aber den Leuten schmeckt es“, freuetn sich die Bäcker.

Einen Wermutstropfen gab es indes für die Geschäftsleute, nach dem Hessischen Ladenöffnungsgesetz mussten sie am Sonntag ihre Geschäfte geschlossen halten. Doch das Angebot am Samstag nutzten die Kunden bis zum Schluss, so ging etwa in der Parfümerie am Stadtbrunnen die Tombola zugunsten der integrativen Kindertagesstätte „Kinderland“ in die Endphase.

Die letzten Lose waren heiß begehrt. „Es ist wirklich gut gelaufen und ich freue mich sehr darauf, den Kindergarten demnächst mit einer beträchtlichen Summe zu unterstützen“, sagte Inhaberin Irmgard Weber.

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