Taekwondo Abteilung des SC-Steinberg richtet Taekwondo-Hessenpokal-Turnier aus Auch Gastgeber sammeln Medaillen

Nach vielen Jahren konnten Taekwondo-Sportler in Dietzenbach wieder ein großes Sportereignis feiern. Gekämpft wurde in unterschiedlichen Gewichts- und Altersklassen. Foto: Wittekopf

Dietzenbach (bw) – Sichtlich erfreut konnte Bernd Fenchel, Vorsitzender des SC-Steinberg, die zahlreichen Gäste zum „Taekwondo Hessenpokal“ begrüßen. Über 260 Sportler aus drei Ländern hatten sich zu diesem großen Ereignis in der Philipp Fenn Halle in der Rodgaustraße 1 angemeldet.

Taekwondo ist ein Kampfsport, bei dem es auf Geschwindigkeit und Dynamik ankommt. Tae (Fuß), Kwon (Hand) und Do (Weg) hat seinen Ursprung in Korea. Bei diesem Kampfsport dominiert die Fußtechnik. So gibt es die meisten Punkte, wenn man den Gegner mit dem Fuß trifft. Getreten wird bei Taekwondo fleißig. Ein Tritt an den Kopf zählt drei Punkte, ein erfolgreicher Tritt an den Oberkörper wird mit zwei Punkten belohnt. Ein Schlag mit der Faust gegen den Oberkörper bringt immerhin noch einen Punkt. Zusatzpunkte bringen Treffer, bei denen sich der Sportler beim Angriff um die eigene Achse dreht, also eine Art Pirouette ausführt.

Veranstaltet wurde der Hessenpokal vom der Taekwondo Abteilung des SC-Steinberg. Die 70 Mitglieder hatten sich um die Austragung bei der Hessischen Taekwondo Union (HTU) beworben.

„Mehr als sechs Monate hat die Vorbereitung gedauert“, sagt Yücksel Karatas. Er leitet mit Bülent Yando die Taekwondo Abteilung des SC-Steinberg. „Wir mussten die Halle einrichten, Matten legen, Pokale besorgen und viele weitere organisatorische Aufgaben erledigen.“ Aber er ist sehr zufrieden mit dem Verlauf.

Auch Mohamed Madmar vom Budosportclub Dietzenbach (BSCD) war mit der Veranstaltung sehr zufrieden. „Das war gut für Dietzenbach und für unsere Mitglieder“, sagte der Vorsitzende.

Nach vielen Jahren konnten Taekwondo-Sportler wieder ein großes Sportereignis feiern. Gekämpft wurde in unterschiedlichen Gewichts- und Altersklassen. Aufgrund der vielen Klassen kommt es vor, dass diese nur spärlich besetzt sind. Es konnte also vorkommen, dass sich nur ein Teilnehmer für eine Klasse gemeldet hat und damit automatisch den Pokal erhielt. Ein Kampf wird je nach Altersklasse in drei Runden mit jeweils 90 oder 60 Sekunden ausgetragen. Zwischen den Runden gibt es eine Pause von 30 Sekunden. Wer die meisten Punkte auf seinem Konto hat, verlässt die Matte als Sieger. Wie bei allen Kampfsportarten, kommt es auf die Körperbeherrschung an.

Das Feld war hochklassig besetzt. Die Dietzenbacher Ausnahmekämpferin Laura Trifkovic, die für den BSCD antrat, hatte mit ihrer Gegnerin Imke Schulz (TURP) sehr wenig Probleme. In der ersten Runde kämpfte sie noch verhalten. In den Runden 2 und 3 lies sie Schulz keine Chance. So endete der Kampf mit 10:1 Punkten.

Der Deutsche Jugendmeister von 2014, Alexander Müller, der für den „1. GelnhäuserTaekwondo Club 1968 e.V.“ antrat, musste gegen Mohammadhosein Mayyahi vom TSV Heusenstamm kämpfen. Müller zeigte sich nach dem Kampf angefressen. „Es war heute eine reine Kopfsache“, sagte er. „Die zweite Runde war in Ordnung, aber in der ersten und dritten Runde habe ich nicht gut gekämpft.“ Am Ende des Kampfes kam es dann zu einer umstrittenen Szene. 15 Sekunden vor Schluss schubste Müller seinen Gegner weg. Das wurde ihm als Foul ausgelegt und mit einem Minuspunkt bestraft. Müller, der seine Aktion als eine saubere Aktion ansah, hatte jedoch doppeltes Pech. Anstatt die Zeit anzuhalten, lief die Uhr weiter und so verflossen die restlichen Sekunden. Am Ende stand es dann 13:15.

Ihren ersten Kampf absolvierte Lena Ellatar von SC-Steinberg. Sie musste sich zwar ihrer Gegnerin mit 7:14 geschlagen geben, war aber mit ihrer Leistung zufrieden. „Ich konnte sie am Kopf treffen“, sagte sie stolz. Dafür sei ihre Gegnerin ihr auf den Zeh getreten. „Das hat geschmerzt“, sagt sie. Aber sie habe das schnell weggesteckt und jetzt freut sie sich auf die nächsten Kämpfe. „Blaue Flecken und leichte Verletzungen sind hier an der Tagesordnung“, erklärte Madmar. Die Helfer vom Deutschen Roten Kreuz aus Dietzenbach (DRK), hatten heute jedoch richtig viel zu tun. Und nicht immer waren es kleine Blessuren, die behandelt werden mussten. Eine Sportlerin kämpfte mit den Tränen, da bei ihr der Verdacht auf Bänderriss im Knie bestand. So mancher Kampf musste beendet werden, weil ein Sportler einen Tritt ins Gesicht erhielt.

Großes Lob kam dann noch von Oberkampfrichter Dr. Nuro Shirali. Der Kampfrichterreferee der Hessischen Taekwondo Union freute sich über die perfekte Organisation. „Das ist heute ein guter Tag für alle Sportler und den hessischen Taekwondo-Sport.“ Für die beiden Dietzenbacher Taekwondo Vereine war es ein sehr erfolgreicher Tag. In der Mannschaftswertung belegte der SC-Steinberg mit sechs Gold-, acht Silber- und neun Bronzemedaillen den dritten Platz von insgesamt 24 Mannschaften. Die Sportler des BSCD konnten vier Goldmedaillen gewinnen und landeten auf dem achten Platz.

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