Ökologische Grünpflege hilft Bienen und Vögeln Gedeckter Tisch für kleine Dietzenbacher Lebewesen

Bienen, Hummeln und andere Brummer profitieren vom Wildwuchs auf der Wiese. Foto:p

Dietzenbach (red) – Ein gepflegter englischer Rasen ist eine Augenweide, nicht nur für Fußballer. Aus ökologischer Sicht aber ist er ein Alptraum. Bestäubende Insekten wie zum Beispiel Bienen finden auf diesen intensiv gepflegten Flächen oft keine Nahrung, da es nur wenig bis keine Blüten gibt.

Und gerade in der Zeit von Mai bis Juli hat gerade die Biene Probleme, ausreichend Nahrung zu finden, da Raps, Löwenzahn und Obstbäume bereits verblüht sind, der Wald ihr aber nur noch wenig Nahrung bietet.

Eine Lösung ist die extensive Rasenpflege. Straßen- und Wegränder sowie Teilflächen in Parks und Grünanlagen sind geeignete Standorte für diese ökologische Grünpflege. Die Mäh-Höhe des Rasenmähers wird von 28 Millimeter auf dem Fußballplatz angehoben. Das führt dazu, dass „abgeschnittene“ Wildblumen weiterleben und auch nach dem Mähen noch einmal blühen können. Die Mäh-Häufigkeit liegt bei der Witterung zur Zeit beim Fußballrasen zwischen ein- und zweimal die Woche bis täglich durch den Mähroboter – extensive Flächen sollen nur ein- bis zweimal im Jahr gemäht werden.

Kleine Ökosysteme in betonierten Städten

Bei ganz mageren Bodenverhältnissen reicht ein Schnitt pro Jahr im September oder Oktober. Durch extensive Grünpflege entstehen über die Jahre Wiesen, ähnlich der landwirtschaftlichen Wiesen. Es entwickeln sich kleine Ökosysteme in den oft betonierten Städten in denen allerlei Wildblumen zum Blühen kommen, ohne Angst vor dem erbarmungslosen Rasenmäher. Die Wiesen liefern Nahrungsquellen für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten. Die reifenden Gräser bieten verschiedenen Vogelarten Nahrung. Und ein weiterer positiver Effekt ist, dass die Hunde in diesen hochgewachsenen Flächen ihr Geschäft nicht so gerne verrichten.

Auf einigen Flächen in Dietzenbach wird bereits seit vielen Jahren begonnen, dieses Grünkonzept vom gedeckten Tisch für die Kleinstlebewesen umzusetzen. Sie finden diese Flächen auf dem Masayaplatz, dem Innenohr oder auch auf Teilflächen des Hessentagspark. Weiter werden auch Brachflächen in Dietzenbach extensiv gepflegt – teilweise wachsen hier auch geschützte Pflanzenarten.

Mehrgewinn für die Natur

Die Städtischen Betriebe wollen weitere Flächen auf diese ökologische Grünpflege umstellen, denn neben dem Mehrgewinn für die Natur, hilft es Dietzenbach auch bei der Erfüllung der Rettungsschirmbedingungen. Nicht betroffen sind alle Flächen, die aufgrund von Verkehrssicherung kurz gehalten werden müssen, etwa Straßenbegleitgrün an Schulwegen, Einmündungen und in sonstigen kritischen Bereichen im Straßenbereich. Auch die Liegewiese im Schwimmbad und unser Fußballrasen sind nicht geeignet für die ungepflegten, aber wertvollen Wiesenblumen. – erklärter Michael Würz, technischer Betriebsleiter der Städtischen Betriebe.

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