Nacht der Lichter lockt zahlreiche Besucher in die Dietzenbacher Altstadt Immer wieder ein großes Hallo

Auf dem Roten Platz ließ das Duo Firedancer aus Dreieich zum wiederholten Mal des Publikum die Hitze des Feuers spüren, mit dem die beiden Artisten in einer akrobatischen Choreografie leuchtende Figuren in den Nachthimmel zu zeichnen wussten. Foto: Dreger

Dietzenbach (zsd) – Zahllose Kerzen und Lampions erhellen die Gassen und Höfe, rücken die Fachwerkhäuser ins rechte Licht. Einmal mehr lockt die Altstadt mit der Nacht der Lichter viele Besucher an. Jedes Jahr aufs Neue freut sich Gerd Jünger, gemeinsam mit seiner Familie seinen Hof mit Gewölbekeller für die Besucher zu öffnen.

„Die Altstadt hat an diesem Abend ihren ganz eigenen Charme“, sagt er. Begleitet werden die flanierenden Gäste von Live-Musik. Während Gitarrist Patrick Steinbach in der Schäfergasse mit irischen Balladen beginnt, heizt Marcia Rego mit ihren Tänzerinnen am Stadtbrunnen die Stimmung mit heißen Sambarhythmen auf.

Von ruhig bis rockig erklingen dagegen die Geigen und Gitarrentöne von Sue Ferres und ihres Gitarristen im gemütlich dekorierten Eckertschen Hof.

Als Gitarrist Roland Olschok mit Sängerin Stefanie Groß Hits aus Pop und Soul in den Höfen an der Schäfergasse spielt, animiert die sechsköpfige Band Sunshine Conspiracy das Publikum auf dem roten Platz zum Mitklatschen.

Stündlich wechseln sich die Musiker an ihren Spielorten ab. „Ich kann hier sitzen und höre immer neue Musik, das ist doch toll“, freut sich eine Besucherin.

Vor dem Theatercafé in der Schäfergasse gibt es handgemachte Musik vom Black Cat Music Salon und der Band Gratisprobe. Das genießt auch der kleine Lunis. „Die Musik gefällt mir am besten hier“, sagt der Sechsjährige. „Ich mag die Firedancer am meisten“, fügt sein fünfjähriger Freund Sascha hinzu, während beide mit rotierenden Leuchtbändern großen Spaß an ihrer ganz eigenen Lichtshow haben

Auf dem Roten Platz lässt derweil das Duo Firedancer aus Dreieich zum wiederholten Mal des Publikum die Hitze des Feuers spüren, mit dem die beiden Artisten in einer akrobatischen Choreografie leuchtende Figuren in den Nachthimmel zu zeichnen wissen.

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Von den Höfen der mit Kopfstein gepflasterten Schäfergasse bis runter zum Vorplatz am Ärztehaus in der Schmidtstraße herrscht Gemütlichkeit. Ein Durchkommen ist da nicht immer einfach, doch das stört niemanden. „Das ist doch schön hier und man trifft immer nette Leute“, sagt Besucherin Liselotte Alix.

Mitten im geselligen Treiben ertönen plötzlich Sirenen. Die Feuerwehr ruft an ihrem Museum in der Rathenaustraße zu historischen Übungen. Mit einer Reise durch die Zeit der Feuerwehr zeigen die Brandschützer beim Löschen mit der Handdruckspritze oder dem restaurierten Opel-Blitz Löschfahrzeug aus den 1950er Jahren nicht nur wie die Brandbekämpfung in früheren Jahren aussah, sondern animieren auch zahlreiche Zuschauer beherzt mit anzupacken.

Ein paar zwischenzeitlich auftretende, kurze Regenschauer tun der guten Stimmung keinen Abbruch. „Das macht uns nichts, unterm Schirm ist es genauso gemütlich“, sagt Besucherin Heidi Reichert während sie sich und ihre Freunde allesamt mit einem ausgeliehenen Sonnenschirm trocken hält. Wer keinen Sitzplatz hat, schlendert vom Duft frisch gegrillter Würstchen und Steaks begleitet durch die Gassen. Immer wieder Begegnungen und großes Hallo. „Ihr schon wieder, euch trifft man ja überall“, ist zu hören.

Mit Kurzsequenzen aus ihren neuen Soloprogrammen „MachtBlödSinn!?!“ und „Sasa Goldbaum“ attackieren Reiner Wagner und Angie Bekele die Lachmuskeln der Besucher, bevor es mit Frank Hilsamer als Udo Lindenberg gesanglich im Sonderzug nach Pankow geht. Für Entspannung sorgen zu jeder vollen Stunde Musik und Entspannungsmelodien in der mit Kerzen beleuchteten Christuskirche.

Nachdem Kirchenmusiker und Organist Michael Seibel um 23 Uhr mit einem Konzert den Abend in der Kirche beschließt, geht die Geselligkeit in der Altstadt weiter, bis auch die letzten Lichter der Nacht erloschen sind.

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