Pfadfinder der Gemeinde St. Martin freuen sich über neue Mitstreiter Am liebsten draußen im Freien

Die Gruppenleiter Marco Deierling (von links), Jan-Hendrik Kunz und Lina Leiterholt schneiden mit den Wölflingen der Pfadfinder der Gemeinde St. Martin im Kirchgarten an der Offenbacher Straße Äpfel für Mus. Foto: Dreger

Dietzenbach (zsd) – Neue Mitstreiter sind bei den Pfadfindern der Gemeinde St. Martin stets willkommen. Ganz egal, in welcher Altersklasse.

Samira steht gemeinsam mit ihren Kameraden der katholischen Pfadfinder St. Martin im Garten. Hinter der Pfarrkirche an der Offenbacher Straße ist vergnügtes Lachen zu hören, während ganz nebenbei unzählige Äpfel klein geschnitten werden. „Daraus kochen wir Apfelmus für alle“, erläutert Marco Deierling. Er ist zusammen mit Lina Leiterholt und Jan-Hendrik Kunz Gruppenleiter der Wölflinge – den Jüngsten bei den Pfadfindern. Die Äpfel stammen vom Gelände am Hexenberg, dass den Pfadfindern als Stammgrundstück dient. „Eine richtig gute Ernte dieses Jahr“, sagt Kunz. So oft wie möglich finden auf dem Stammgrundstück auch die wöchentlichen Gruppenstunden statt. „Wir sind eigentlich immer draußen in der Natur“, betont Deierling, „außer das Wetter lässt es gar nicht zu“. Schnitzen, auf Bäume klettern oder gemeinsame Unternehmungen. „Es gibt immer etwas zu tun“, sagt Leiterholt. Alleine muss aber niemand etwas machen, die Gemeinschaft steht an erster Stelle: „Eine Freundin hat mir erzählt, was hier alles so gemacht wird“, sagt Samira, die seit Anfang des Jahres dabei ist. Schon das erste Reinschnuppern sei toll gewesen, berichtet die Achtjährige. „Das macht einfach voll Spaß mit den anderen, egal, was wir gerade tun.“ Das Beste sei aber das Zeltlager gewesen.

Bei den Wölflingen liege der Fokus noch auf dem Spielerischen, erläutert Deierling. „Das ändert sich von Stufe zu Stufe.“ Je nach Alter wechseln die Pfadfinder die Gruppe und damit auch die Farbe des zur Kluft gehörenden Halstuchs. Angefangen bei den Wölflingen mit etwa sieben Jahren, die ein orangenes Halstuch über dem beigen Hemd tragen, geht es ab dem elften Lebensjahr zu den Jungpfadfindern. Diese tragen ein blaues Tuch. Grüner Halschmuck kennzeichnet die Gruppe der vierzehn- bis sechzehnjährigen Pfadfinder. Ab dann wird man Rover, gehört zur Gruppe der Größten und Ältesten und bindet sich ein rotes Tuch um.

Mehr auf Seite 2

Einzig die Gruppenleiter tragen grau als Erkennungsmerkmal und sind so stets als Ansprechpartner für Fragen und Anliegen zu erkennen. „Hier hilft aber jeder jedem“, sagt Deierling. Besonders das Abschalten vom Alltag sei für ihn jedes Mal wieder toll, findet der 19-jährige. Ein paar Meter weiter packen alle tatkräftig beim Aufbau einer großen Jurte für das Oktoberfest von St.-Martin-Gemeinde und Kolpingfamilie mit an. „Das macht Spaß“, sagt Jannik und knöpft die einzelnen schwarzen Stoffteile aneinander. Als das Dach zusammengebunden ist, gilt es die Jurte mit Holzpfählen aufzurichten und mit Seilen im Boden zu befestigen. „Ich kann gar nicht sagen was mir am besten gefällt“, sagt die elfjährige Jungpfadfinderin Sara. „Irgendwie ist alles gut. Hauptsache man macht es zusammen.“ Für Jannik war die Nachtwanderung ein Höhepunkt des Zeltlagers. „Das war etwas gruselig, aber total cool“, sagt der Neunjährige. Neben vielen Projekten, wie etwa dem Stand auf dem Dietzenbacher Weihnachtsmarkt oder der Teilnahme am alle drei Jahre stattfindenden „72 Stunden-Projekt“, geht es bei den monatlichen Treffen der Gruppenleiter auch um die kleinen Zeltlager oder um das große, jährliche Sommerlager, das stets in den letzten beiden Wochen der Sommerferien ansteht. In diesem Jahr ging es nach Kiel, aber auch Schottland oder Schweden standen schon auf der Reiseroute. Da gibt es dann auch Dienste. „Während sich die einen um das Feuer kümmern, sorgen andere für sauberes Geschirr oder halten Nachtwache im Lager“, informiert Kunz.

Rund 90 Mitglieder zählt der Dietzenbacher Stamm, der Mitglied in der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) ist. Etwa 40 davon sind aktive Pfadfinder. „Neue Gesichter sind bei uns immer willkommen“, wirbt Deierling und fügt an, dass dafür niemand besondere Fähigkeiten mitbringen müsse: „Bei uns kann jeder mitmachen und findet seinen Weg.“ Für die Wölflinge startet das wöchentliche, eineinhalbstündige Treffen donnerstags um 17.30 Uhr im Pfarrheim St. Martin (Offenbacher Straße 5). Damit die Aufmerksamkeit ganz der Gruppe gehört, sind Handys tabu. Um 18 Uhr kommen dann die Jungpfadfinder im Pfarrheim zusammen und ab 18.30 geht es für die Pfadfinder in der „Wolke 7“ (Am Steinberg 88-90) los. Die Rover starten immer dienstags um 19.30 Uhr entweder im Pfarrheim oder in der Wolke 7 ihre Gruppenstunde, ebenfalls für 90 Minuten. „Wenn die Gruppenstunde vorbei ist, freue ich mich immer schon auf die nächste“, sagt Samira.

Weitere Infos gibt’s auf pfadfinder-dietzenbach.de.

Noch keine Bewertungen vorhanden

Neueste Kommentare

Augenarzt eröffnet Praxis in Heusenstamm
6 Tage 22 Stunden
Im eigenen Heim leben Frauen am gefährlichsten
1 Woche 1 Tag
Erstmals sollen auch Fischliebhaber auf ihre …
2 Wochen 1 Tag