Adventskonzert des Ensembles Saitensprung

Musikalische Reise um die Welt

Mehrsprachig und vielfältig erleben die Zuhörer den Abend im Haus des Lebens. Das Ensemble Saitensprung hatte zu seinem traditionellen Adventskonzert eingeladen und nahm seine Gäste mit auf eine musikalische Reise um die Welt. Foto: Dreger

Dietzenbach (zsd) – Mehrsprachig und vielfältig erleben die Zuhörer den Abend im Haus des Lebens.

Das Ensemble Saitensprung hatte zu seinem traditionellen Adventskonzert eingeladen und nahm seine Gäste mit auf eine musikalische Reise um die Welt. Christliche Lieder aus Syrien bilden in einem Medley den Anfang der Reise durch fremde Länder und Kulturen.

Die Eigenkomposition „Syrian´s Children“, von Ensemblegründerin Charli Rothman, erzählte im Anschluss von vergossenen Tränen, Ängsten und Sehnsüchten syrischer Kinder. Die Situation dieser Kinder habe sie sehr bewegt und zum komponieren des Liedes inspiriert, erläuterte Rothman.

Mit türkischem Gesang und typischen Klängen der Saz begleitet, ging es danach weiter in das Land am Bosporus, wo mit „Leylim Ley“ über Liebe und Romantik erzählt wurde und die Zuhörer mit „Tren Gelir“ gleich ein ganzes Saz-Trio von Charli Rothman, Horst Schäfer und Hüseyin Firat zu hören bekamen. Beim Thema Reisen liege das Lied „Heute hier, morgen dort“, von Hannes Wader nahe, erklärte Rothman. „Die Besonderheit dabei ist, dass wir es auf Deutsch und Türkisch singen.“ Mit „Ich bin das kleine Herz“ präsentierte die Gruppe eine weitere Eigenkomposition Rothmans. Ein ganzes Musical möchte die Leiterin des Ensembles aus der Geschichte um das kleine Herz machen, das auf Weltreise geht, um die Kulturen kennen zu lernen.

„Das ist das erste Lied dafür“, sagte die Musikerin.

Auf der weiteren Reise quer durch Europa präsentierte das 1983 gegründete Ensemble beim Lied „Plus ne suis ce que j´ai été“ neben dem französischen Original sogar Strophen auf Deutsch und Englisch. Stets melodisch von Gisela Rosenbusch an der Querflöte begleitet ging es mit „Zeven Dagen Lang“ auf Holländisch gesungen durch die Niederlande und mit „Hold My Hands“, als Gitarrensolo von Holger Liedtke, weiter auf die Grüne Insel, wo unter anderem mit zwölfsaitiger Gitarre und Banjo Melodien wie etwa „Irish Air“ erklingen. Ein jiddisches Volkslied entführte die Besucher nach Dshankoje in der ehemaligen Sowietunion und erzählte vom Stolz damaliger jüdischer Kollektivbauern, bevor mit „Guantanamera“ Lateinamerikanische Rhythmen zum Fußwippen einluden.

Mit den Liedern „Papst und Sultan“ sowie „Die freie Republik“ gingen die Musiker sogar auf eine Zeitreise zurück in das neunzehnte Jahrhundert. Gleichzeitig mit dem Konzert veröffentlichten sie ihre neueste, mittlerweile dritte CD mit dem Titel „Vielsaitig“, die ab sofort für 15 Euro zu haben ist. Von anatolischen Melodien über irische Folklore bis zu Widerstandsliedern aus den Zeiten der bürgerlich-demokratischen Revolution von 1848/49 präsentieren sie darauf ein breit gefächertes Repertoire.

Passend zur Adventszeit ließen die Saitenspringer den Konzertabend schließlich mit Weihnachtlichen Tönen ausklingen und luden die Besucher mit „Ein Licht geht uns auf“ oder „O du fröhliche“ zum Mitsingen im flackernden Kerzenschein ein.

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