Mitarbeiter der Städtischen Betriebe sorgen dafür, dass alles grün bleibt Neue Bäume für trockene Sommer

Langsam wird die Natur wieder grüner: Damit das trotz Klimawandel so bleibt, verteilen die Mitarbeiter der Grünflächenabteilung jährlich rund 750 000 Gießwasser. Foto: STADT

Dietzenbach – Ein Meer an Krokussen, Osterglocken, Narzissen und Tulpen holt den Frühling in die Kreisstadt. Um die Frühblüher kümmern sich 16 Gärtner, die zum Team der Grünflächenabteilung bei den Städtischen Betrieben gehören. Neuer Leiter ist Stefan Rogge, der als Meister im Garten- und Landschaftsbau für diese Aufgabe bestens qualifiziert ist, wie es vonseiten der Stadt heißt.

Das Team der Grünflächenabteilung ist für Pflege und Unterhalt von mehr als 40 Hektar städtischer Grün- und Freizeitanlagen zuständig. „Zu unseren Aufgaben gehören zum Beispiel die Rasen-, Stauden- und Gehölzpflege von Parkanlagen und Spielplätzen“, sagt Stefan Rogge. Aber auch um das sogenannte Straßenbegleitgrün, die Grünflächen rund ums Waldstadion, das Schwimmbad und die Grünanlagen an Schulen kümmern sich die 16 Gärtner.

„Nicht zuletzt pflegen wir unbebaute Grundstücke“, ergänzt Gärtner Jochen Hammer.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Baumpflege. Im gesamten Stadtgebiet Dietzenbachs wachsen an die 5800 Bäume.

Die Gärtner überprüfen sie regelmäßig im Hinblick auf Wachstum, Verwurzelung und Standfestigkeit. „Wir bekämpfen auch ständig Schädlingsbefall an den Bäumen“, sagt Gärtnerin Gabriele Duvinage. „Besonders der Eichenprozessionsspinner macht den Bäumen zu schaffen, denn der Falter mag warm-trockenes Klima und findet hier mittlerweile ideale Lebensbedingungen.“ In den vergangenen Jahren mussten immer wieder Bäume gefällt werden, weil sie den zunehmend trockenen Jahreszeiten nicht mehr gewachsen sind. Um die entstandenen Lücken zu schließen, wurden allein im vergangenen Jahr 120 neue Bäume gepflanzt. „Bei der Wahl der Sorten haben wir insbesondere auf Resistenz gegen Hitze und Trockenheit geachtet“, sagt Abteilungsleiter Stefan Rogge. Dazu zählen unter anderem Rosskastanie und Feld-Ahorn.

Um neu gesetzten Bäumen und anderen Neupflanzungen das erste Wachstum zu erleichtern, wässern die Gärtner den Sommer über mit zwei Tankfahrzeugen. Insgesamt werden pro Jahr etwa 750 000 Liter Gießwasser eingesetzt.

Zu den Neupflanzungen zählen großzügige Staudenpflanzungen im Neubaugebiet in Steinberg, entlang der Offenbacher Straße, vor dem Rathaus und am Ortseingang von der Waldorfschule kommend. „Die neu angelegte Staudenflächen sollen nicht nur das Stadtbild verschönern, sondern auch mehr Biodiversität in die Stadt holen”, sagt Stefan Rogge. Zudem müssen sie Trockenheit und Hitzephasen standhalten. „Durch die Kombination verschiedener Stauden, die zu unterschiedlichen Zeiten blühen, finden Insekten vom Frühjahr bis in den Herbst Nahrung an den Beeten”, erläutert Gärtner Jochen Hammer.

Nicht zuletzt gehören auch Anlage und Pflege von Rasenflächen und Wiesen zu den Aufgaben der Gärtner. Die Stadtgärtner legen im Stadtgebiet Rasen- und Wiesenflächen an. Die Rasenflächen werden regelmäßig gemäht und das Gras wird kurzgehalten. Wiesen dienen hingegen als Ökofläche, da die Wiesenblumen und Gräser Nahrung für Insekten bieten. Daher wird das Gras dort auch nur zweimal jährlich gemäht, Ende Juni oder Anfang Juli und einmal im Herbst.
 lu

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