Eltern und Personal übten in der Kita 9, Mutabur, Erste Hilfe für den Notfall „Nichts ist schlimmer, als nichts zu unternehmen“

Gemeinsam mit dem Nachwuchs lernten die Mütter und Väter, wie sie im Ernstfall ihre Kinder wiederbeleben können. Damit in einem Notfall keine wertvollen Sekunden verstreichen, setzt die Kreisstadt Dietzenbach unter Schirmherrschaft von Bürgermeister Jürgen Rogg in den Kindertagesstätten ein Kooperationsangebot zwischen den Johannitern und der Barmenia Versicherung um. Foto: p

Dietzenbach (red) – Eltern kennen sie: die ständige Angst, dass ihren Sprösslingen etwas zustößt. Ein

Unfall, eine Vergiftung, plötzliche Atemnot - jetzt benötigen die Kleinen umgehend Hilfe. Aber wie? Erwachsene zögern, weil sie nicht genau wissen, was zu tun ist.

Damit in einem Notfall keine wertvollen Sekunden verstreichen, setzt die Kreisstadt Dietzenbach unter Schirmherrschaft von Bürgermeister Jürgen Rogg in den Kindertagesstätten ein Kooperationsangebot zwischen den Johannitern und der Barmenia Versicherung um. Am Samstag, 30. November, startete das Projekt in der Kita 9, Mutabur. und war ein voller Erfolg.

Anhand von Übungspuppen haben die Teilnehmenden gelernt, wie sie im Ernstfall beim Nachwuchs vorgehen müssen, denn Kinder sind keine Erwachsenen. Neben den speziell auf Kinder abgestimmten Fertigkeiten wie stabile Seitenlage oder Wiederbelebung sind den Teilnehmern auch wichtige Kenntnisse zu typischen Kinderkrankheiten wie Asthma oder Keuchhusten sowie der Erkennung akuter Notfälle vermittelt worden.

Eine Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse ist notwendig, schließlich trauen sich viele Eltern nicht, einzugreifen – aus Angst, das Kind zu verletzen oder etwas falsch zu machen. Doch diese Angst nahm eine Ausbilderin der Johanniter Rodgau den Teilnehmern und räumte alle Bedenken aus.

„Wichtig ist, überhaupt zu helfen und davor darf man keine Scheu haben“, sagte Andreas Hankel von den Johannitern. „Schließlich ist nichts schlimmer, als nichts zu unternehmen. Das haben nun auch alle verinnerlicht.“

Erfreulich ist den Angaben zufolge zudem, dass es aufgrund der hohen Nachfrage am Nachmittag ein

weiterer Kurs angeboten wurde. „Das Interesse war so groß, dass wir heute Nachmittag gleich noch einen weiteren Termin ermöglichen“, freute sich Cebrail Ceyran, Leiter der Barmenia-Geschäftsstelle in Dietzenbach. Er stand auch nach der Veranstaltung für Fragen zur Verfügung. „Viele Erwachsene sind sich unsicher bei der Ersthilfe von Kindern“, sagte Ceyran. „Deshalb sind solche Kurse wichtig, um Eltern, Großeltern, aber auch jedem anderen die Angst zu nehmen. So können Notfälle schneller erkannt und behandelt werden.“

Den Angaben zufolge bekommen im Jahr 2020 auch die Eltern und Betreuungspersonen der anderen Dietzenbacher Kindertagesstätten die Möglichkeit einen solchen Kursus zu besuchen.

Selbstverständlich würden die Kinder der Kursteilnehmer auf Wunsch parallel in der Einrichtung betreut.

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