Vortrag über den Altenberger Altar im Heimatmuseum Nur an ausgewählten Tagen geöffnet

Pfarrer Uwe Handschuch (links) und Erster Stadtrat Dieter Lang haben im Heimatmuseum unlängst über den Altenberger Altar referiert. Foto: Kammermeier

Dietzenbach (tsk) – Alle Stühle im Museum für Heimatkunde- und Geschichte in Dietzenbach waren besetzt, als der evangelische Pfarrer Uwe Handschuch der Martin-Luther-Gemeinde in Steinberg und Erster Stadtrat Dieter Lang einen kunsthistorischen Vortrag zum Thema „Der Altenberger Altar - ein Schaufenster des Himmels“ hielten. Das um das Jahr 1330 entstandene Werk eines unbekannten Meisters gehört zu den frühesten und gleichzeitig bedeutendsten Werken der Tafelmalerei im Deutschen Raum. Ein großes religiös-spirituelles Erlebnis soll es gewesen, wenn der Flügelaltar seinerzeit nur zu einigen ausgewählten Tagen im Jahr geöffnet wurde und den Blick auf sein Innerstes, in diesem Fall Malerei mit biblischen Motiven, freigab, erklärte Lang. Die Besucher des Gottesdienstes sicherten sich für dieses Ereignis schon Stunden im Voraus einen guten Platz. Derartige Darstellungen seien damals Kultbilder und weniger Kunstwerke, wie wie sie heute verstehen, gewesen. Das Sehen von Bildern sei eine rare Gelegenheit gewesen und stehe im krassen Gegensatz zu unserer heutigen visuellen Reizüberflutung. Der Altar war im ehemaligen Prämonstratenserinnenklosters in Altenberg beheimatet.

Zu diesem Ort hat Uwe Handschuch eine besondere Verbindung, war er doch sieben Jahre Pfarrer in der Nähe. Er sei auch als Gleichnis für eine mystische Schau nach innen zu sehen, erklärte er die Bedeutung des frühgotischen Werkes.

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