Künstlergruppe „Melange“ stellt Werke im Museum für Heimatkunde- und Geschichte aus Phantasievolle Reise in die Welt der Malerei

Für die Laudatio bei der Vernissage im Museum für Heimatkunde und Geschichte hatte die Gruppe „Melange“ den Kunstkenner und Ersten Stadtrat Dieter Lang gewinnen können. Lang riet den Gästen dazu, ein Bild mit all ihren Sinnen zu betrachten. Foto: Wittekopf

Dietzenbach (bw) – Wer die Mitglieder der Gruppe „Melange“ beschreiben möchte, kommt um den Begriff „künstlerischer Freundeskreis“ nicht herum.

Hinter „Melange“ verbergen sich fünf Menschen, die sich seit 2003 in unregelmäßigen Abständen treffen, um gemeinsame Kunstthemen zu bearbeiten oder einfach Techniken zu hinterfragen und sich über aktuelle Methoden auszutauschen. „Manchmal geben wir uns ein Thema vor, etwa ,Stadt am Fluss’“, sagt Monika Moriam. „Manchmal treffen wir uns einfach nur, sitzen gemütlich zusammen und begutachten unsere Bilder.“

Mit ihrer jüngsten Ausstellung „Phantasie und Farben“, die im Museum für Heimatkunde und Geschichte zu sehen ist, das sein Domizil in der Darmstädter Straße 7+11 in Dietzenbach hat, lädt „Melange“ zu einer phantasievollen Reise in die Welt der Malerei ein.

Eröffnet wurde die Schau von Bernd Heilmann, Mitglied des Vorstands des Heimat- und Geschichtsvereins. Er begrüßte die vielen Gäste im gut gefüllten Hochzeitssaal.

Für die Laudatio hatte die Gruppe Kunstkenner und Ersten Stadtrat Dieter Lang gewinnen können. Lang riet den Gästen dazu, ein Bild mit all ihren Sinnen zu betrachten. „Sie können an einem Kunstwerk einfach nur vorbeigehen, aber Sie können ein Bild auch erfahren und erspüren.“, erklärte der Erste Stadtrat. Dabei deutete er auf ein Werk, das eine Hallig zeigt. „Betrachten Sie das Bild nicht nur mit ihren Augen, sondern setzen Sie sich mit ihm auseinander“, empfahl er. „Fühlen sie den Wind, riechen Sie das Meer und erkunden Sie die Umgebung.“

Dabei zeigen die fünf Künstler Gemälde, die unterschiedlicher kaum sein könnten.

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Ulrich Rathai liebt die Perfektion: „Als Nachrichtentechniker habe ich gelernt, konzentriert und detailgetreu zu arbeiten“, erzählt der Dietzenbacher. „Eines Tages, als ich auf einer Geschäftsreise war, habe ich gemerkt, dass mir etwas fehlt.“ So ist er zur Malerei gekommen. Die Perfektion, die er in seinem Beruf erlernt hat, setzt er pragmatisch um und zeichnet sehr detailgetreu.

Jelena Hild dagegen spielt mit Farben. Ihre Vorliebe gilt den abstrakten und angedeuteten Figuren und Gegenständen. Dabei setzt die Kunstpädagogin, die zahlreiche Mal- und Zeichenkurse gibt, Erinnerungen, Gesehenes oder Gelesenes in ihren Werken um. Anhand ihres Bildes „Schöpfung“ zeigte Lang die unterschiedlichen Techniken auf, mit denen Hild arbeitet.

Das bevorzugte Motiv von Gisela Zwonar ist die Natur. Sie schafft harmonische Bilder, die vor Freude strahlen und den Betrachtern ein Lächeln entlocken.

Vergängliches Festhalten, den Moment einfrieren, möchte Monika Hilger mit ihren Zeichnungen. „Nach dem Sturm im August bin ich durch den Wald gelaufen und habe den Schaden gesehen.“

So ist eine Serie von Bäumen zu unterschiedlichen Jahreszeiten entstanden. Viele ihrer Werke zeigen Studien von Sportlern.

Es sind die vielen Details, die man in ihren Bildern entdecken und erfahren kann. Momentaufnahmen, die nur sehr kurz erscheinen, aber und durch ihre Malerei eingefroren werden.

Zarte Aquarell- oder kräftige Acrylfarben finden sich in den Werken von Monika Morian. „Die Bilder entstehen aus dem Inneren heraus“, informiert sie. Die Künstlerin probiert gerne neue Techniken aus und liebt eigenen Angaben zufolge die Spontanität.

Musikalisch begleitet wird die Ausstellung von Ute Rathai, die die Gäste mit Liedern wie „Fly Away“ unterhält.

Wer die Ausstellung im Museum für Heimatkunde und Geschichte in der Darmstädter Straße 7+11 besuchen möchte, hat dazu noch bis zum kommenden Donnerstag, 20. Februar, Gelegenheit. Die Öffnungszeiten sind sonntags von 15 bis 18 Uhr sowie nach Anmeldung montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr.

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