Mitglieder der Ahmadiyya-Gemeinde waren am Neujahrsmorgen auch in Dietzenbach aktiv

Putzen, während andere noch schlafen

Nach einem gemeinsamen Frühstück ging es in fünf Gruppen an die Arbeit. Säubern der Straßen und Plätze rund um den Europaplatz war angesagt. Foto: Kammermeier

Dietzenbach (tsk) – Das neue Jahr war gerade mal acht Stunden alt, da hatten sich bereits 65 Menschen ab sieben Jahren in der Moschee der Ahmadiyya-Gemeinde am Theodor-Heuss-Ring zum Gebet versammelt. Danach wurde gemeinsam gefrühstückt und dann ging es in fünf Gruppen an die Arbeit. Säubern der Straßen und Plätze rund um den Europaplatz war angesagt. Die Mitglieder der Gemeinde machten dies nicht zum ersten Mal. Seit etwa zwanzig Jahren werden in Dietzenbach von ihnen am Neujahrstag Plätze des öffentlichen Raums von den Überresten der Silvesterfeier befreit, während viele Feiernde vermutlich noch schlafen.

„Deutschland ist unser Zuhause“, sagte Sayed Mohammed Riaz, Vorsitzender der über 40-Jährigen. Elf Personen seiner Gruppe hatten sich an der Aktion beteiligt. „Wir machen das mit unserem Herzen. Wir wollen dass es hier schön ist“, erklärte er. 54 Personen stammten aus der Jugendgruppe, von Attaul Inran. „Die Jugendlichen machen es gerne“, sagte er. Der Neujahrsputz hat Tradition auch andernorts.

So waren an dem Tag in 240 deutschen Ahmadiyya-Gemeinden etwa 6500 ehrenamtliche Helfer im Einsatz.